Posts tagged ‘Tod’

11. Juli 2015

Bewusstsein und die Definition des Todesaugenblicks

von kinesiana

„Dr. Klaus Volkamer im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt.

Wann ist ein Mensch wirklich tot? Was hat die Feinstofflichkeit mit Transplantation und Organspende zu tun?

Spannende Sichtweisen vom Wissenschaftler Dr. Klaus Volkamer im Interview mit Michael Friedrich Vogt.

 

13. Oktober 2013

Petition – Komplette (!) Aufklärung über Transplantation und Hirntod gefordert

von kinesiana

Wortlaut der Petition:

Noch 1952 galt der Mensch als tot, wenn das Kreislaufsystem irreversibel zusammenbrach. Erst 1968 galt der Hirntod bei den meisten Ärzten als endgültiger Tod eines Menschen.

Jeder der einer Transplantation zustimmt, stimmt auch erweiterten Lebenserhaltungsmassnahmen zu. Doch Ist ein Hirntoter wirklich tot? Das bezweifeln immer mehr Ärzte! Diese Arzte behaupten, dass erst der Herztod zum Tod führt! Lebende Organe können keinem toten Organismus entnommen und transplantiert werden! Lebende Organe werden einem noch lebenden Organismus entnommen! Wir fordern, dass diese Tasachen in allen verbreiteten Infos zum Thema Organtransplantatiotion auftauchen und festgehalten werden.

Begründung:

Aus ethischen und menschlichen Gründen gegenüber dem Spender.

Hier geht´s zum LInk:

https://www.openpetition.de/petition/online/organspende-komplette-aufklaerung-ueber-transplantation-und-hirntod

28. Juni 2013

Organspende – ja oder nein?

von kinesiana

Nimm deine Organe nicht mit in den Himmel – Diskussionen um eine umstrittene Spende

Ein Zitat aus dem lesenswerten Beitrag des WDR5:

„Der amerikanische Neurologe Alan Shewmon erforschte 12.000 Fälle von Hirntoten, die nicht zur Organspende freigegeben waren. Er fand so viele Patienten, die als Hirntote noch über Jahre weiter lebten, dass er das Hirntod-Konzept nicht länger befürwortet. Shewmon kam zu dem Schluss, das Gehirn steuere nicht allein die Körperfunktionen, sondern die Gesamtheit des Körpers sei daran beteiligt.“

Quelle: http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Lebenszeichen/2012/Manuskripte/130310ms_Mueser.pdf

Zu Wort kamen neben anderen auch Herr Gebhardt Focke, der sein Kind zur Organspende freigab und Frau Prof. Manzei

20. November 2012

Hörfunkbeitrag von SWR2 – Wann endet das Leben?

von kinesiana

Teilnehmer:

Prof. Dr. Walter Haupt – Leitender Oberarzt der Neurologie an der Universitätsklinik Köln

Prof. Dr. Alexandra Manzei – Pflegewissenschaftlerin, Berlin

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff – Ethikrat, Theologische Fakultät der Universität Freiburg

 

http://swrmediathek.de/player.htm?show=64d881d0-baf5-11e1-99fe-0026b975f2e6

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31. Oktober 2012

Ist die Organspende eine „gerechtfertigte Tötung“?

von kinesiana

Ab 1. November soll jeder Mensch ab 16 Jahren von seiner Krankenkasse regelmäßig an die Möglichkeit einer Organspende erinnert werden. Hiermit soll die Spendebereitschaft in Deutschland gefördert werden.

Steinmeier und Kauder sind der Meinung, es gäbe mehr wartende Empfänger als Spender, weil bisher nicht genug Werbung gemacht wurde, daher soll den Bürgern nun auf die Pelle gerückt werden, so Steinmeier. Die Menschen sollen zum Ja-sagen motiviert werden. Hierzu werden Informationen und der Organspendeausweis beigelegt, so dass es keine Mühe mehr macht, sich diese selbst zu besorgen.

Dennoch wird von einer „ergebnisoffenen Information“ gesprochen.

Herr Kauder jedoch rät zu mehr Transparenz, um die vorangegangenen Skandale bei der Organvergabe nicht unnötig ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen – daher wollen mehrere Kassen erst einmal Gras darüber wachsen lassen.

Aufklärungsarbeit leiste man im Übrigen schon seit mehreren Jahren, z. B. mit „Organspende macht Schule“, in der der Rapper Flo Bauer junge Menschen motiviert, doch lieber ihre Niere zu verschenken als ihren Arsch zu verkaufen.

Dass Menschen mit der Hirntoddiagnose tot im klassischen Sinne sind, ist schon lange umstritten und wir berichteten bereits mehrfach darüber, dass ihr Herz noch schlägt und auch Bewegungen stattfinden können während des Spendevorgangs. Der Organspendebefürworter Robert Truog von der Harvard University jedoch steht nicht für die Gleichsetzung des Hirntodes mit dem Tod: er bezeichnet die Organentnahmeprozedur als „gerechtfertigte Tötung“.

Ob in den unterschiedlichen Aufklärungsschriften der Krankenkassen jedoch hiervon die Rede sein wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/organspende-nur-mit-dem-neuen-herzen-sieht-man-gut-11944896.html

2. Oktober 2012

Zum Anhören Alan Shewmon

von kinesiana

Übersetzter Vortrag von dem Mediziner Alan Shewmon zu einer Tagung des deutschen Ethikrats:

Wie lebending ist ein „hirntoter“ Mensch?

http://www.ethikrat.org/dateien/audio/fb-21-03-2012-shewmon-deutsch.mp3

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2. Oktober 2012

Leichenspende an Menschen ohne klassische Todeszeichen

von kinesiana

Auch wenn derzeit überall mit den Worten „nach meinem Tod“ für die Leichenspende geworben wird, sind längst nicht alle Fakten so klar wie sie scheinen.

Ein Akt der Nächstenliebe ist leicht vollzogen, wenn er nach meinem Tod stattfindet, denn dann ist es ja egal, ob ich meine Organe verwesen lasse oder noch einem Menschen damit das Leben verlängere. Aber hier liegt der erste Irrtum: eine Leiche ist vorher gestorben. Alle Lebensfunktionen sind erloschen. Im besten Fall konnten die letzten Stunden in Ruhe mit den Angehörigen verbracht werden, der letzte Atemzug erfolgte in Frieden und Würde. Nach einem würdevollen Abschied, der für jeden Menschen, egal welcher Kultur und Religion, einen bedeutenden Abschnitt des Lebens darstellt ist ein Mensch nach klassischem Verständnis tot.

Genau das ist bei einer Leichenspende aber ausgeschlossen. Der Mensch wird in unterschiedlichen Ländern nach unterschiedlichen Kriterien für hirntot erklärt und dann muss es schnell gehen, denn Spendeorgane müssen frisch und in gutem Zustand sein, sie müssen aus einem lebenden Körper entnommen werden, dessen Besitzer eine Schädigung des Gehirns aufweist. Noch beatmet und mit schlagendem Herzen, warm und mit funktionierendem Körper, solange die Hirnschäden durch Beatmung ausgeglichen werden, wird dieser Mensch, der bis zur Feststellung des Hirntodes (dazu ist übrigens laut Richtlinien der Bundesärztekammer kein EEG oder Ultraschall oder anderes bildgebendes Verfahren vorgeschrieben – nur in Ausnahmefällen, s. hier!)  ein Komapatient war, auf den OP-Tisch gelegt und „spendet“ in diesem Zustand seine Organe. Eine Narkose ist in Deutschland derzeit nicht vorgesehen (hierzu mehr: hier).

In folgendem Artikel finden Sie detaillierte juristische und medizinische Informationen, die Sie in Aufklärungsbroschüren meist vergeblich suchen. Selbst im Organspendeausweis steht „nach meinem Tod“.

http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/was-es-wirklich-bedeutet-organe-zu-spenden-ein-blick-auf-die-dunkle-seite/

Selbst wenn menschliche Irrtümer ausgeschlossen wären und alle als hirntot diagnostizierten Menschen ihre Organe spenden würden, dann gäbe es immer noch zu wenig Organe, um allen Menschen auf der Warteliste zu helfen. Und selbst wenn allen Menschen ein Organ zur Verfügung gestellt werden könnte, dann wären sie damit nicht gesund und frei, sondern müssten Medikamente mit schwerwiegenden Nebenwirkungen einnehmen. Und selbst wenn sie diese Medikamente nicht einnehmen müssten, halten leider häufig auch die gespendeten Organe nicht ewig und es muss das nächste Ersatzorgan her.

Klar und deutlich distanziere ich mich von den Vorwürfen, dass wir kein Mitgefühl für die kranken Menschen, die wirklich dringend Hilfe benötigen, haben. Es kann und darf aber nicht über Verheimlichung von unerwünschten Informationen geschehen. Es muss ehrlich aufgeklärt werden. Auch müssen alle möglichen notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, dass erst garnicht so viele Menschen krank werden (Ernährungsaufklärung, gesunde Ernährung muss finanzierbar sein, ein gesunder Lebensstil muss gefördert werden schon in Kindergarten und Schule – damit wären auf jeden Fall schon die Wartelisten kürzer!) und ebenso die Technik unterstützt werden, die im Ernstfall nebenwirkungsärmer und ohne Menschenopfer Organfunktionen ersetzen kann. Erfolgreiche Ansätze sind bereits vorhanden und wir leben im Zeitalter der rasenden Technik…

Die Menschen, die an der Aufklärung nach bestem Wissen und Gewissen beteiligt sind wünschen selbstverständlich für alle Mitmenschen, die krank sind und auf einer Warteliste stehen, dass diesen möglichst schnell auf humane Weise geholfen wird, gerne vorübergehend auch noch durch Empfang eines Spenderorganes von einem Menschen, der wirklich spendet und schenkt, indem er aufgeklärt seine Organe der Nachwelt zur Verfügung stellt.

 

 

 

27. August 2012

Zum Hören: Ein Feature über Organspende

von kinesiana

Es geht um Organspende. In Deutschland ist bisjetzt die Organentnahme nur bei nachgewiesenem Hirntod erlaubt. Aber die Organe sind knapp, die Wartelisten lang und die aktuelle Skandalwelle sorgt dafür, dass Menschen abgeschreckt sind und nicht für Geschäfte zur Verfügung stehen wollen – die Spenderzahlen sinken.

In Nachbarländern ist die Entnahme der Organe teilweise jedoch auch unter anderen Voraussetzungen erlaubt: beim Herztod.

Núñez Peña warb bereits 2006 in einer Veröffentlichung, dass herztote Spender eine ausgezeihnete Wahl seien, um den Spenderpool zu vergrößern. Kommt diese Option auch auf uns zu? Hat Spanien auch aus diesem Grund wesentlich kürzere Wartelisten für Organempfänger als Deutschland?

Die Organe sind frisch, sie stammen nicht von Patienten, die schon längere Zeit auf der Intensivstation gelegen haben und sind daher nicht der Infektionsgefahr ausgesetzt – so Núñes Peña.

Bei einem plötzlichen Herzversagen wird auch in Spanien reanimiert. Häufig fährt in Madrid zusätzlich zum Rettungswagen hierfür auch eine Polizeikonsorte, damit die Amulanzen nicht an den Ampeln stoppen müssen, sondern schnell in die Klinik kommen. Die Reanimation wird auf jeden Fall fortgesetzt, bis der Patient im Krankenhaus ist, damit wenigstens die Organe gerettet werden können.

Doch auch wenn nur jeder 10.  Patient mit Herzstillstand, überlebt, so gibt es doch Überlebende. So auch das prominente Beispiel Fabrice Muamba. Der englische Fußballspieler brach im März 2012 auf dem Platz zusammen und sein Herz konnte adhoc auch mit Stromstößen nicht wieder zum Schlagen gebracht werden. nach 78 Minuten Reanimation jedoch geschieht das Wunder: Das Herz schlägt weiter! Muamba konnte bereits nach 1 Monat wieder aus der Klinik entlassen werden.  Hätte er auch in Madrid überlebt?

Auch in England, ebenso wie in den Niederlanden und den USA werden Organe nach dem Herztod zur Organspende verwendet, allerdings mit dem Unterschied, dass dort die Patienten vor ihrem Herzstillstand auf der Intensivstation gelegen haben müssen.

Martina Keller hat recherchiert und hat miterlebt, wie eine solche Prozedur sich abspielt. Sie beschreibt den Weg des eingelieferten Patienten bis zum OP-Tisch und beim Zuhören entwickelt man eine Vorstellung von diesem Procedere, bei dem der Patient zum Spender wird. Frau Kellers Beschreibung ist nachvollziehbar und fühlbar und mir machte sie Gänsehaut. Ihre Frage nach Begründung  der Todesfestellung bleibt unbeantwortet.

Noch ist die Praktik der Organentnahme nach Herztod in Deutschland unter Strafe verboten, jedoch kündigt sich bereits leise eine Veränderung an. Laut Wolf Bechstein, dem Präsidenten der Deutschen Transplantationsgesellschaft, wurde auf der letzten Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft in Regensburg in einer Sondersitzung mit Juristen und Referenten aus dem Ausland diese Frage bereits diskutiert und stieß auf großes Interesse. Näheres hierzu im Originalbeitrag…

Weitere Themen im Feature sind Organspende nach Euthanasie und ein äußerst aufschlussreiches Interview mit Herrn Bechstein sowie die Frage nach dem Hirntod. Es lohnt sich also wirklich, diesen Beitrag anzuhören!

Quelle zum Hören: http://gffstream-1.vo.llnwd.net/c1/m/1342952447/radio/dok5_feature/wdr5_dok_5_das_feature_20120722_1200.mp3

Quelle zum Lesen: http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Dok5_das_Feature/2012/Juli/Manuskripte/07_22_Die_Untoten.pdf

12. September 2011

Organspender: Ausschlachtung statt liebevolle Hilfe beim Sterben

von kinesiana

„Hirntote sind Sterbende“ – das ist die Position zweier Autorinnen, der Kulturwissenschaftlerin Ulrike Baureithel und der Journalistin Anna Bergmann, die anhand von Gesprächen mit Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern, mit Psychologen und Angehörigen die dunkle, grauenvolle Seite des Transplantationssystem aufzeigen.

So berichtet eine Stationsleiterin, dass Hirntote einen gewissen „Widerstand“ leisten, wenn sie umgebettet werden. Schwestern und Pfleger sehen die Patienten in ihren Betten als Patienten und nicht als Leichen. Vor ihnen liegen Menschen, deren Herz schlägt, deren Hirn aber für tot erklärt wurde und die deshalb auf die Organentnahme warten. „Warm“ und weich werden die offiziell „Toten“ den Ärzten übergeben, „erstarrt“ und ausgeschlachtet werden sie zurückgebracht. „Und weil sie ihm ins Gesicht sehen müssen, wissen sie, das ist erst der Tod“, schreiben die Autorinnen.

viaOrganspender: Ausschlachtung statt liebevolle Hilfe beim Sterben.

Quelle: http://www.das-weisse-pferd.com

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25. August 2011

Hirntot? Tot oder doch lebendig?

von kinesiana

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