Posts tagged ‘Skandal’

9. Dezember 2013

N24 Diskussionsrunde zum Thema Organspende

von kinesiana

Interessante Diskussion mit Gebhard Focke / KAO, Daniel Bahr und dem Herzchirurgen Prof. Hetzer

Leider werden derzeit nur die Informationsschriften der BZgA von politischer Seite empfohlen und eine diesbezügliche Aussage des langjährigen Gesundheitsministers Daniel Bahr macht Hoffnung, dass auch die KAO-Aufklärung bald einen offiziellen Platz dort findet. Er wünscht sich, dass mehr Menschen sich mit dem Thema Organspende auseinander setzen und ist Herrn Focke und dem Verein KAO dafür dankbar, dass sie dazu beitragen, dass sich die Bevölkerung mit der Thematik auseinandersetzt.

Thematisiert werden in dieser Runde die Themen Hirntod, Organspendeausweis, Transplantationsskandal und Aufklärung

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3. Juli 2013

Reduzierte Überlebensrate nach Lebertransplantation in Essen

von kinesiana

LeberAm Uniklinikum Essen liege die 3-Jahres-Überlebensrate nach Lebertransplantation bei nur 57,5% – das geht laut der Süddeutschen aus dem Tätigkeitsbericht der Klinik hervor. Liegt das daran, dass dort Organe wie in Deutschland üblich nach Dringlichkeit vergeben werden (an die kränksten Patienten) oder werden in Essen möglicherweise Lebern mit reduzierter Qualität transplantiert? 

Im internationalen Schnitt liegt die Erfolgsrate zwischen 70 und 80%. Die meisten anderen deutschen Lebertransplantationszentren erreichen diese Werte ebenfalls.

Quellen:

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/842021/leber-transplantation-qualitaetsproblem-dementi.html

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/organspende-skandal-neue-auffaelligkeiten-bei-leber-transplantationen-1.1709468

Und weil´s zum Thema passt:

Der ehemalige Leiter des Transplantationszentrums Rechts der Isar Prof. Uwe Heemann äußert sich in einer Fachzeitschrift zu den Hintergründen des Skandals mit klaren Worten. Für ihn scheint klar, dass eine „Hauptmotivation der Wunsch nach vermehrten Lebertransplantationen“ war. Da Deutschland bereits vor dem Skandal eine niedrige Spenderrate im internationalen Vergleich gehabt habe, sei dies nur über eine Manipulation der Warteliste möglich gewesen.

Ob Prof. Heemann nach seiner öffentlichen Stellungnahme noch seine Funktionen in der Deutschen Transplantationsgesellschaft ausüben darf, ist nun fraglich.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/25j38r/1393123/Chefarzt-aeussert-schweren-Verdacht.html

3. Oktober 2012

Klinikum rechts der Isar in München kommt in Erklärungsnot

von kinesiana

Der Leiter des Transplantationszentrums, Uwe Heemann, erklärte, dass die Organvergabe in den betreffenden Fällen mit Eurotransplant abgesprochen gewesen wäre – Eurotransplant bestreitet dies, da es sich eindeutig um Verstöße gegen das Transplantationsgesetz handelt.

Blutproben sollen vertauscht worden sein und lebermetastatasierte Patienten sollen eine Leber bekommen haben – dies widerspricht eindeutig den Vorgaben.

Noch vor einigen Tagen wurde von der Klinikleitung von einem „Versehen“ gesprochen, allerdings ist das nun eher unwahrscheinlich…

Mehr zu diesen Auffälligkeiten: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/organspendeskandal-verdacht-auf-manipulation-erhaertet-sich-1.1486208

3. Oktober 2012

Ungereimtheiten auch in Hamburg

von kinesiana

Bereits vor mehreren Wochen erging eine Anzeige gegen den Direktor der Transplantationschirurgie im UKE Hamburg-Eppendorf. Der Vorwurf lautet, dass entgegen der Regeln der Bundesärztekammer mehrere Lebern eigenen Patienten verpflanz wurden, obwohl Eurotransplant diese schon anderen Patienten zugewiesen habe.

Quelle: http://taz.de/Vorwuerfe-im-Transplantationsskandal/!102647/

30. August 2012

Albtraum Organspende?

von kinesiana

Der Skandal der Empfängerseite ist offensichtlich und unüberhörbar. Gesetzesänderungen werden diskutiert.

Menschen, auch Ärzte, sind fehlbar, davon kann sich niemand ausnehmen. Fehler können vorkommen und das tun sie auch und im Skandal Göttingen, Regensburg und ehemals im Kosovo wurde das auch der Öffentlichkeit zugänglich. Geld spielt offensichtlich, nein bisher noch vermutlich, eine Rolle.

Aber was ist mit der anderen Seite, den Organspendern? Findet hier die Ausnahme statt? Sind hier Fehler wirklich auszuschließen? Verliert der finanzielle Anreiz hier ganz sicher und garantiert seine Wirkung?

Einen kritischen Artikel habe ich hier gefunden:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/organspende-vorsicht-mord-.html

 

27. August 2012

Organspendeskandal – Einzelfall oder nur die Spitze des Eisberges?

von kinesiana

In ihrem gut recherchierten Artikel „Die Legende vom Einzelfall“ beschreibt Frau Silvia Matthies, eine Journalistin, die sich seit vielen Jahren intensiv mit medizinethischen Themen befasst, dass Ungereimtheiten und Unregelmäßigkeiten bezüglich Organspende und Organvergabe gut dokumentiert und belegt sind – und das nicht erst hochaktuell und völlig überraschend, sondern seit vielen Jahren und wohlbekannt in den Fachkreisen.

Derzeit stellt sich die Frage, ob die Verteilung der Spenderorgane gerecht zu geht. Aber ist das wirklich die einzige Schwachstelle im derzeit scharf hinterfragten System?

Ist es möglich, dass auch minderwertige Organe transplantiert werden?

Ist es in Deutschland möglich, durch Barzahlung ein benötigtes Organ zu kaufen?

Interessante Einzelheiten erfahren Sie hier:

Quelle: http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-legende-vom-einzelfall

25. August 2012

Forderung nach Organisation auf Bundesebene

von kinesiana

Rüdiger Strehl, der Generalsekretär des Verbandes der Unikliniken Deutschlands, wirft die Frage nach dem Vertrauensstatus deutscher Spitzenmediziner auf. Nach dem Skandal wird mehr Kontrolle und eine neue Ethik gefordert.

Obwohl bereits 2006 der Prüfbericht der Bundesärztekammer bei den Transplantationsmedizinern heftig diskutiert wurde, sei im Berufungsverfahren von den Gutachtern 2009 im Götinger Skandal in keinster Weise auf die Anschuldigungen gegen den Hauptverdächtigen im Fall Regensburg eingegangen worden. Es handele sich hierbei um Hochschullehrer. Wussten sie nichts von der Tätigkeit des Arztes in Regensburg? Bis heute haben die Gutachter, so Strehl, dazu nicht Stellung bezogen. So wird der Ruf nach unabhängigen Gutachtern lauter.

Auch habe die Bundesärztekammer die Akten über Monate selbst untersucht, ohne weitere Instanzen einzuschalten.

Ein weiterer Punkt, den der Autor in dem besagten Artikel hinterfragt, sind die finanziellen Anreize in der Hochleistungsmedizin. Bekannt ist, dass mit dem Hauptverdächtigen abhängig von der Anzahl der Lebertransplantationen variable Vergütungen vereinbart waren.

Interessante Hintergründe mit Einblicken hinter die Kulisse können Sie in der Neuen Zürcher Zeitung nachlesen:

http://www.nzz.ch/meinung/debatte/mehr-vernunft-in-der-transplantationsmedizin-1.17516890