Posts tagged ‘Menschenwürde’

5. November 2012

Menschenwürde

von kinesiana

Für den Medizinjuristen Franz Schadt ist die Gleichsetzung des Hirntodes mit dem Tod des Menschen eine reine Setzung – der Mensch werde damit „bei lebendigem Leibe zur Leiche erklärt“ und damit die Menschenwürde angetastet.

Da ein Hirntoter ein Sterbender sei und kein Toter habe er das Recht vor Übergriffen auf seinen Körper geschützt zu werden.

Nachzulesen: http://www.sonntag-sachsen.de/2012/11/05/auf-leben-und-tod/

 

 

4. Januar 2012

Offener Brief an unsere Regierung

von kinesiana

Bild: Florentine Pixelio

In diesem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, den Gesundheitsminister Herrn Daniel Bahr, die Justizministerin Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages und alle Mitglieder des Bundesrates fordern Menschen, die bereits Erfahrungen mit der Transplantationsmedizin gesammelt haben, offene Aufklärung über sämtliche relevanten Zusammenhänge in Punkto Organspende.

Inhalt:

  • Verfassungswidrigkeit, dass die Todesdefinition im TPG von der Bundesärztekammer vorgenommen wurde, die in ihrer Rechtsform einen nicht rechtsfähigen Verein darstellt
  •  Todesdefintion – dass der Hirntod dem Tod des Menschen entspricht nicht dem aktuellen medizinischen Erkenntnisstand. In internationalen Fachkreisen (Transplantationsmediziner) spricht man von „Sterbenden“. Tritt also der Tod durch die Organentnahme ein?
  • Sowohl die potentiellen Organspender als auch die Empfänger sollten umfassend darüber aufgeklärt werden, dass die transplantierten Organe aus noch lebenden Menschen stammen.
  • Die Würde des Menschen wird verletzt

Bitte lesen Sie den genauen Wortlaut dieses Briefes hier nach:

http://www.openpr.de/news/596950.html

16. September 2011

Medizin und Gewissen

von kinesiana

Stephanie Hofschlaeger / Pixelio

„Die Humanität einer Gesellschaft ist daran zu messen wie sie mit ihren Schwachen und Behinderten umgeht.“

Quelle: http://www.a-zieger.de

Medizin_und_Gewissen.pdf (application/pdf-Objekt).

1. September 2011

Hirntod ist nicht Tod – Bischof Fabian Bruskewitz von Lincoln

von kinesiana

„Ob der Mensch Zygote, Blastozyt, Embryo, Fötus, Neugeborener, Kind, Jugendlicher, Erwachsener, invalider oder behinderter Erwachsener, betagter Erwachsener, Erwachsener im Koma oder (im sogenannten) andauernden vegetativen Zustand usw. ist – seine Würde und Autonomie werden als achtenswert angesehen (wie man es durch die ganze Geschichte der katholischen Kirche hindurch tat); und sie haben Anspruch auf Schutz vor schädlichen menschlichen Eingriffen, die eine Beendigung des Lebens in einem dieser Stadien bewirken.“

Bischof Fabian Bruskewitz von Lincoln, Nebraska

Päpstliche Akademie der Wissenschaften

Quelle: http://www.aktion-leben-fulda.de/html/img/pool/217_Hirntod.pdf

25. August 2011

Die Würde des Menschen ist unantastbar!

von kinesiana

Auf diesen Seiten möchten wir wissenschaftliche Fakten über das Thema Hirntod und Organspende, aber auch Anregungen und Gedankenanstöße zum Thema Menschenwürde zur Verfügung stellen.

Wir – das sind betroffene Angehörige ebenso wie Ärzte und Wissenschaftler, die mit dieser Thematik Erfahrungen vorweisen und für Aufklärung plädieren.

Zur Einstimmung hier nun ein Interview aus dem Deutschlandradio vom Stuttgarter Kardiologen und Chefarzt Dr. Bavastro, der eine schwangere hirntote Patientin behandelt hat, deren Kind auch durch Kaiserschnitt auf die Welt kommen durfte:

Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen!

Lange Zeit – fast bis dato – war für mich der Organspendeausweis ein Akt der Nächstenliebe. Welche Schattenseiten sich dahinter verbergen, war mir ebenso wenig bewusst wie wohl den allermeisten Mitmenschen auch. Ich dachte, wenn ich tot bin, dann merke ich nichts mehr und somit kann ich ohne eigenes Leid kranken Menschen einen lebensrettenden Dienst erweisen.

Aber:

Wann ist ein Mensch wirklich tot? Wenn bestimmte Areale des Gehirns nicht mehr funktionieren? Wenn das Herz nicht mehr schlägt? Wenn er nicht mehr selbständig atmen kann? Wenn er nicht auf Reize reagieren kann? Wenn das hormonelle System versagt?

Wenn all das als vorübergehender Zustand als akzeptabel toleriert wird: Wie lange darf die Regeneration dauern?

Wann ist ein Leben noch lebenswert? Ab welchem Grad zu erwartender Restschäden wird ein Mensch zur Belastung? Für wen und wer entscheidet das, wenn er nicht mehr ansprechbar ist?

Wie sicher ist die Hirntoddiagnose wirklich und wie hoch ist das zu duldende Restrisiko einer Fehldiagnose?

Wie behandelt man einen Menschen im Koma? Meiner Meinung nach so, als würde er jedes Wort verstehen und jede Berührung wahrnehmen, auch wenn er nicht offensichtlich dazu in der Lage ist, darauf zu reagieren. Doch ist das der Alltag am Krankenbett – der respektvolle sensible Umgang mit schwer kranken Menschen?

Mit diesen Fragen mussten wir uns befassen, da wir knallhart mit der Realität konfrontiert wurden. Teile unserer Geschichte werde ich niederschreiben während ich mich derzeit noch im Verarbeitungsprozess eines schmerzhaften Verlustes befinde.

Kranke Menschen brauchen ihre individuelle Zeit zur Genesung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die hier mit Quellenangaben veröffentlicht werden, belegen, dass auch schwerst schädel-hirn-traumatisierte Menschen, auch schwere hypoxische Schädigungen, nicht aussichtslos sind, nicht zum Tode verurteilt sein müssen. Wenn kein Hirntod sicher festgestellt wurde, und auch über diese Sicherheit möchten wir diskutieren, besteht die Möglichkeit und der Anspruch – wenn auch nicht die Gewissheit! – auf Frührehabilitation und gezielte intensive Förderung. Auch beatmete Patienten haben den Anspruch und die Chance auf eine solche Rehabilitation. Erst im Laufe der Zeit und unter Beobachtung eines längeren Verlaufes lassen sich die Prognosen sicherer einschätzen.

Liegt nun entweder eine Zustimmung zur Organentnahme vor oder der Patient hat ein gewisses Alter erreicht, werden leider „manchmal“ diese Chancen nicht wahrgenommen und die Schädigungen vorschnell als irreversibel bezeichnet.

Ich bitte jeden Leser uns seine persönlichen Erfahrungen mitzuteilen. Auch wissenschaftliche und medizinische Informationen sind sehr willkommen, denn uns liegt nicht an reißerischen Reportagen aus Profitgründen sondern daran, realistische Aufklärung für Laien, auch für potentielle Organspender, zu erwirken.


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