Posts tagged ‘Koma’

2. April 2014

Koma und Bewusstsein – neue Studie

von kinesiana

Bei der tDCS, der transcranialen Gleichstromstimulation, wird ein leichter Strom durch die Schädeldecke ins Gehirn geleitet und verändert dort die Ladung. Bekannt ist das Verfahren als Therapieansatz gegen Schmerzen und Depressionen.

Nun liegen die Ergebnisse einer Studie vor, in der Patienten mit schweren Hirnschäden und Bewusstseinsstörungen untersucht und stimuliert wurden. Es stellte sich heraus, dass durch die Stimulierung durch tDCS auch lange Zeit nach Eintritt des Komas signifikante Verbesserungen erreicht werden konnten.

Der Gedanke liegt nahe, dass hier weiter geforscht werden sollte und diese Stimulationstherapie möglicherweise ein hervorragender Ansatz zur Verbesserung der Prognose bei Komapatienten darstellen könnte.

Die Studie wurde durchgeführt von

  1. Aurore Thibaut , MSc ,
  2. Marie-Aurélie Bruno , PhD ,
  3. Didier Ledoux , MD, PhD ,
  4. Athena Demertzi , PhD und
  5. Steven Laureys , MD, PhD

und erschien in der Zeitschrift Neurology 2014

Quelle: http://www.neurology.org/content/early/2014/02/26/WNL.0000000000000260 

 

 

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21. Juli 2013

Widerstand beim Öffnen der Augen als Bewusstseinstest

von kinesiana

 

Wie auf dem 23. Meeting der ENS (Europäischen Neurologengesellschaft) vor 3000 Experten bekannt gegeben wurde entdeckte der Komaforscher und Leiter der Coma Science Group einen einfachen Nachweis für Bewusstsein.

Bei Menschen mit eingeschränktem Bewusstsein lässt sich oft ein Widerstand beobachten, wenn versucht wird ihnen die Augen manuell zu öffnen. Nun untersuchten die Wissenschaftler in einer Studie, ob dies als Reflex oder als Zeichen für gewollte Abwehr, also Bewusstsein, zu werten ist.

Bei fast allen untersuchten Patienten wurden Zornesfalten und Hornhautreflexe beobachtet, jedoch nur 22 von 108 zeigten einen Widerstand beim Öffnen der Augen. Die meisten dieser Patienten befanden sich im Wachkoma oder im minimales Bewusstseinszustand. Es stellte sich heraus, dass ihr Bewusstseinsgrad höher war als ursprünglich angenommen.

Prof. Laureys hält es für sehr unwahrscheinlich, dass es sich beim Widerstand gegen das Augenöffnen um einen reinen Reflexmechanismus handelt, sondern er deutet es als Vorzeichen dafür, dass ein Befehl ausgeführt wird.

Da der Bewusstseinslevel bei den meisten Betroffenen meistens schwankt, plädiert Laureys für wiederholte Beurteilungen. Pflegende könnten diesen Test im Alltag einfach wiederholt ausführen, damit ließe sich die Beurteilung einiger komatöser Patienten möglicherweise verändern. (APA/red, 10.6.2013)

Quelle: http://derstandard.at/1369363156044/Komapatienten-Reflex-oder-gewollter-Widerstand

 

 

21. Juli 2013

Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma

von kinesiana

Prof. Laureys und sein Team, Lüttich/Belgien, konnten in einer Studie mittels Magnetresonanz (MRT) den Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma nachweisen. Die MRI-Daten haben gezeigt, dass bei Wachkomapatienten noch Verbindungen zwischen bestimmten neuronalen Netzwerken gibt, wenn auch weniger als bei Gesunden. Diese Verbindungen seien bei hirntoten Patienten nicht mehr nachweisbar.

Quelle: http://www.medicinebook.de/load.php?name=News&file=article&sid=1432

14. Juli 2013

Lied erweckt 7-jähriges Mädchen aus dem Koma

von kinesiana

Es geht zwar nicht um den Hirntod, aber trotzdem finde ich diese Meldung, die ich erst jetzt entdeckte, sehr wichtig.

Nach einer Hirnblutung fiel die 7-jährige Charlotte ins Koma. Die Mutter wurde bereits „auf das Schlimmste vorbereitet“, aber es kam anders. Als man die Mutter darauf vorbereitete, sich von ihrer Tochter zu verabschieden, sang sie ihrer Tochter das Lied „Rolling in the deep“ von Adele am Krankenbett vor – die Kleine erwachte daraufhin das 1. Mal! Die Mutter wiederholte ihren Gesang und nach und nach ging es dem Mädchen immer besser. Hier kann man die unter die Haut gehenden Fotos des Mädchens sehen: http://www.dailymail.co.uk/health/article-2161023/Charlotte-Neve-7-wakes-coma-mother-sings-Adeles-song-Rolling-Deep.html

http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/Adele-Song-weckt-Maedchen-aus-Koma-24673/

Und hier ist das Lied:

 

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1. Juli 2013

Wahrnehmungen im Koma!

von kinesiana

PatienthoertIch möchte einige Worte zitieren, die eine Ehefrau im erwähnten Blog berichtet:

„Ja, ich weiß. Ich war tot –  aber noch nicht richtig. Da war ein Prof, der hat sich ganz arg für mich eingesetzt und sehr viel für mich getan, und auch noch viele andere Leute haben sich für mich eingesetzt und mir geholfen. Deshalb bin ich wieder da, wo ich bin.“
Er sprach weiter uns sagte zu mir: „Es war nicht schlimm, es war in Ordnung, für mich war das okay. Das war wirklich nicht schlimm für mich, nur für Dich und die anderen war es schlimm.“

Er sprach noch weiter über Dinge, die sich während seines tiefen Komas in der Klinik und auch zu Hause ereignet hatten. Er konnte über Krankenschwestern berichten die Ihn während des Komas gepflegt hatten usw., er sprach mich auf verschiedene sehr persönliche Bereiche an, die mich während seiner Komazeit beschäftigten.
Es hat mich sehr erstaunt, da ja sein Kurzzeit- und sein Langzeitgedächtnis nicht mehr vorhanden waren, dass so plötzlich diese Erinnerungen an seine Komazeit kamen.

Jetzt hatte ich die Bestätigung: Es war richtig, dass ich an seinem Krankenbett nicht erlaubte belastende und ängstigende Gespräche zu führen, mögliche schwere therapeutische / operative Eingriffe und Prognosen über den weiteren Krankheitsverlauf zu besprechen.

http://hypoxischer-hirnschaden.blogspot.de/search/label/Reanimation

 

Dieser Bericht zeigt ein weiteres Mal, dass jeder Arzt, jede Schwester, jeder Angehörige – einfach jeder Mensch, der mit einem Komapatienten zu tun hat, sich immer und ausnahmslos so verhalten muss, dass alles was gesagt und getan wird auch vom Patienten gehört werden kann. Es MUSS zwingend davon ausgegangen werden, dass bewusstlose Patienten Wahrnehmungen besitzen und sich im Nachhinein auch teilweise daran erinnern können!

Niemand darf sich anmaßen am Bett des Patienten Dinge zu sagen, die ihn beängstigen könnten oder herablassende Bemerkungen über ihn machen. Es darf auch nicht wortlos an ihm herumgezerrt werden beim Betten und der Körperpflege.

Die Würde des Menschen ist unantastbar! Immer!

 

24. Oktober 2012

Nachweis des Bewusstseins mit neuer Testmethode

von kinesiana

Melany Boly von der Belgian National Fund for Research in Liege entdeckte eine neue Methode die Diagnose Hirntod sowie den Bewusstseinsstatus im Allgemeinen sicherer und sichtbar zu machen: Mit einem kurzen elektrischen Impuls und gleichzeitiger Überwachung der Hirnaktivität wurden die unterschiedlichen Reaktionen von wachen, schlafenden, aber auch komatösen Patienten getestet.

Wache Personen zeigten auf die Stimulation hin eine über das Gehirn verteilte Aktivität.

Schlafende Personen zeigten die gleiche Reaktion, aber kürzer.

Menschen im vegetativen Status zeigten die gleiche Reaktion wie die schlafenden gesunden Testpersonen.

Je wacher und bewusster ein Mensch ist, desto komplexer ist also die Antwort des Gehirns.

Bisher wird diese Untersuchung zur Feststellung des Hirntodes laut Richtlinien der Bundesärztekammer nicht angewandt.

Quelle: http://vr-zone.com/articles/new-test-could-determine-consciousness-in-brain-injured-patients/17463.html

Hier noch ein ausführlicher Videovortrag in englisch:

http://bcbt.upf.edu/bcbt10/node/633

5. Juli 2012

Interview mit einer ehemaligen Krankenschwester

von kinesiana

Die Soziologieprofessorin A. Manzei berichtet aus ihrer Erfahrung als Krankenschwester über die Themen Hirntod, Sterben und Alternativen zur Transplantation. 15 Jahre hat sie auf einer Intensivstation mit Komapatientin gearbeitet und weiß wovon sie spricht.

Sie bereitete in ihrem Team u.a. auch Hirntote auf die Organentnahme vor. Warum sie der aktuell laufenden Initiative zur Organspende kritisch gegenübersteht, erläutert sie in einem hoch interessanten Interview: http://en.gloria.tv/?media=295439

 

1. Juni 2012

Ansprechbarkeit im Koma

von kinesiana

In diesem Artikel berichtet der Hirnforscher Prof. Dr. Karl Zilles über die Frage Bewusstsein im Koma.

Bisher wurden Angehörige nicht Ernst genommen, wenn sie das Gefühl hatten, dass der Patient etwas wahrnimmt, wenn sie mit ihm sprechen. Jetzt belegen bildgebende Verfahren, dass diese Wahrnehmung kein Wunschdenken, sondern Realität ist.

Hiermit ist die Ansprechbarkeit durch signifikante wissenschaftliche Befunde belegt!

Bitte lesen Sie hier weiter:

http://publicationes.de/wissen/psychologie/117-ansprechbarkeit-im-koma.html

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26. November 2011

Komapatienten sind fühlende Menschen!

von kinesiana

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Eine Familie ringt um das Leben des jungen Menschen, der von einem Auto angefahren wurde und dann mehrere Monate im Koma lag. Große Chancen räumten die Ärzte dem  jungen schwerverletzten Mann nicht ein, doch sehen Sie selbst die Belohnung für Hoffen, Bangen und Glauben!

http://www.stern.de/tv/sterntv/wachkoma-patient-rolf-battram-der-schwierige-weg-zurueck-ins-leben-1754328.html

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12. September 2011

Dr. med. J. Evers – „Hirntod – Sind Organspender wirklich tot?“

von kinesiana

 

Beunruhigende Studie

 

Die Gemeinschaftsstudie über den Hirntod des Nationalen Instituts für neurologische und kommunikative Störungen und Schlaganfälle, wie sie von dem Komitee für Aktivitäten zum Schutz des Lebens der Nationalen Konferenz Katholischer Bischöfe beschrieben wurde, hoffte in ihrer Handreichung zur gesetzlichen Definition des Todes zu beweisen, daß das Aufhören der Hirnfunktion mit der Zerstörung des Gehirns zusammenfiele.

 

Die Studie umfaßte 503 Patienten, die im Koma nicht ansprechbar waren und Atemstillstand (Apnea) aufwiesen. Aus der Gesamtstudie, in der 44 Patienten nicht starben, wurden 226 Gehirnproben auf Zellpathologie hin untersucht. Bei der Autopsie zeigten „ein paar der Gehirn-Proben keine der pathologischen Befunde trotz des Ausbleibens elektrozerebraler Impulse bis hin zum Augenblick des spontanen Herzstillstands.“6

 

Tatsächlich wurden bei nur 40 Prozent aller analysierten Gehirne eine Zerstörung des Gehirns diagnostiziert … und weder die Harvardkriterien noch auch andere weithin verwendete Kriterien für den Hirntod stimmten durchweg eindeutig mit der Zerstörung des Gehirns überein.“7 Gaetano F. Molinari (vom Medizinischen Zentrum der George-Washington-Universität), der Projektleiter der Studie, nannte dies „einen der gewichtigsten und beunruhigendsten Befunde“8. Man empfahl eine ausgedehntere klinische Studie, aber bislang ist sie nicht erfolgt.

Quelle: http://www.aktion-leben.de/Euthanasie/Organspende%20und%20Euthanasie/sld01.htm

Übersetzt aus dem Amerikanischen von Prof. Dr. Gerhard Fittkau aus: The Pharos of Alpha Omega Alpha, Honor Medical Society, Bd. 53, Nr. 4, Herbst 1990, S. 10-12

6   The NINCDS Collaborative Study of Brain Death, NINCDS Monograph Nr. 24, National Institute of Neurological und Communicative Disorders and Stroke, U.S.Department of Health and Human Services, NIH Publication Nr. 81-2286, Dezember 1980

7   Resource paper on definition of death legislation, Committee for Pro-Life Activities, National Conference of Catholic Bishops, Origins 13 (2), 1983, S. 37-48

8   Molinari, G. P., Review of clinical criteria of brain death, Ann NY Acad Sci 315 Brain Death, Interrelated Medical and Social Issues, 1978, S. 62-68

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