Posts tagged ‘Japan’

6. September 2015

Reanimationsdauer mindestens 35 Minuten

von kinesiana

Gerd Altmann Pixelio.deForscher der Universitätsklinik in Kanazawa (Japan) fanden heraus, dass mit einer Reanimationsdauer bis zu 35 Minuten gute Ergebnisse erzielt werden können!
„Bei 99,1 Prozent der Überlebenden und 99,2 Prozent jener mit gutem neurologischen Zustand hatte binnen 35 Minuten Reanimation der Blutkreislauf wieder spontan eingesetzt.“
Berücksichtigt wurde dabei das Überleben sowie der neurologische Zustand des Patienten.

Quelle: http://www.univadis.de/medical-news/53/Reanimation-ausserhalb-der-Klinik-sollte-ueber-30-Minuten-dauern?u=g7Nnk16ewgsNvJfVfnBrdt4DTS8%2F7GnwicULEMUyos31NliT3Qbos6TxkGKLWOfc

Foto: Gerd Altmann Pixelio.de

Advertisements
24. Oktober 2012

Hier tot, dort nicht…???

von kinesiana

Wann ist ein Mensch denn nun tot?

Vorab ein Beispiel: in manchen Ländern ist ein Null-Linien-EEG Pflicht bei der Hirntoddiagnostik. In Deutschland ist dies nicht zwingend der Fall nach den Richtlinien der Bundesärztekammer (Ausnahmen s. hier: http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Hirntodpdf.pdf). Die Grenzwerte zur Definition des Hirntodes beim Apnoe-Test sind unterschiedlich hoch angesetzt, die Anzahl der mindestens beteiligten Ärzte an der Diagnosestellung ist ebenfalls von Land zu Land verschieden. Auch ob nun der Ganzhirntod oder nur ein Teilhirntod den Hirntod bedeuten, ist nicht einheitlich geregelt. Nicht einmal in der EU gelten einheitliche Kriterien für die Diagnose Hirntod.

Die Hirntodkriterien sind verbreitet akzeptiert, doch wer hier „hirntot“ diagnostiziert wird, kann im Nachbarland noch leben. Unterschiedliche Kriterien in unterschiedlichen Ländern sowohl in der Durchführung als auch in der Beurteilung der Hirntoddiagnostik. Aber lesen Sie bitte selbst: (engl.)

https://www.hods.org/pdf/brain%20death%20world%20wide%5B1%5D.pdf

1. Juni 2012

Hirntoddiagnostik in 25 Ländern – Signifikante Unterschiede!

von kinesiana

Wie kann es sein, dass ein Patient in einem Land für (hirn)tot erklärt wird, in einem Nachbarland jedoch noch nicht alle Beweise dafür erbracht sind?

Da die Diagnose Hirntod gravierende Folgen mit sich bringt, wäre eine globale einheitliche Regelung sicher wünschenswert.

In vielen Ländern ist der Irreversibilitätsnachweis, sofern keine Unklarheiten und Besonderheiten vorliegen, auch ohne ergänzende apparative Diagnostik möglich. So auch in Deutschland! Es muss in Deutschland nicht zwingend ein EEG oder CT oder eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt worden sein, um die Diagnose Hirntod zu stellen, sondern es reicht aus, wenn die vorgeschriebenen Tests ausgeführt und Warteintervalle eingehalten werden. Sie werden als Zusatzuntersuchungen definiert.

Abweichend hiervon, sind in Frankreich Angiographie und 2 EEGs vorgeschrieben.

In Italien wird nach einem20-minütigen Nulllinien-EEG erst die Kommission zur Überprüfung des Hirntods einberufen.

Auch in Japan ist das EEG zwingend vorgeschrieben, ebenso muss ein CT angefertigt worden sein, um den Hirntod nachzuweisen. Dort werden übrigens 80% der Hirntoten apparativ unterstützt weiterhin am Leben erhalten.

In Luxemburg werden EEG und zerebrale Angiografie vorausgesetzt, in Schweden und den Niederlanden ist ebenso wie in Österreich ein EEG zwingend vorgeschrieben.

In Polen eine klinische Untersuchung durchzuführen, die nach 3 Stunden wiederholt werden muss. Hier fehlt der sonst üblicherweise erforderliche Apnoe-Test und auch weitere Untersuchungen sind nicht notwendig.

In Spanien benötigt man zur Feststellung der Diagnose ebenfalls keine apparative Diagnostik, jedoch zusätzlich den Atropin-Test.

Nähere Informationen und religiöse Hintergründe finden Sie hier:

http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-2675/diss_doumat/diss_doumat_constantin.pdf