Posts tagged ‘Hirntoddiagnostik’

18. Mai 2016

Leben ohne Gehirn!?

von kinesiana

Wie wichtig ist die Größe und Vollständigkeit des Gehirns tatsächlich zum Leben und Überleben? Dieses kurze Video könnte zum Denken anregen. Ob bei einem fast nicht vorhandenen Gehirn ein EEG oder eine Dopplersonographie wie sie bei der Hirntoddiagnostik unter anderem eingesetzt werden „normal“ erscheinen können?

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14. Juni 2015

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt…

von kinesiana

Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Ein Artikel aus dem Jahr 2004 beschreibt, dass der zur Hirntoddiagnostik erforderliche Apnoe-Test nicht so ungefährlich ist wie es in der Regel dargestellt wird: Bei mehr als 2/3 der Patienten traten Komplikationen auf, bei einigen sogar lebensgefährliche Herzprobleme.

“Clinical problems during the apnea test were detected in more than two thirds of patients, including: arterial hypotension (12%), acidosis (68%), and hypoxemia (23%). Four patients developed major complications, including: pneumothorax, cardiac arrest, bradycardia, atrial fibrillation and myocardial infarction. Conclusion: The apnea test is not an innocuous procedure. Complications during the AT are more common than reported and limit organ procurement for transplantation. Guidelines for performing the AT should be followed in order to avoid clinical complications.”

Quelle: http://www.neurologyindia.com/article.asp?issn=0028-3886;year=2004;volume=52;issue=3;spage=342;epage=345;aulast=Saposnik

13. August 2014

Doku auf Phoenix

von kinesiana

Gerd Altmann Pixelio.de

Gerd Altmann Pixelio

Morgen, am 14.August, kommt bei Phönix – leider sehr spät (23″45) –  noch einmal eine ARD-Dokumentation von 2012:

Wer bestimmt am Lebensende? (Silvia Matthies)
Der Film ist unter anderem deshalb interessant, weil es u.a.  um einen chronischen Hirntod geht. Obwohl  vor allem ein Einzelfall geschildert wird, wirft die Dokumentation grundsätzliche  juristische und ethische Fragen auf.
* Darf ohne Zustimmung des Betreuers eine Hirntoddiagnostik durchgeführt werden?
* Dürfen nach Ablehnung der Organspende durch die Ehefrau die  persönlichen Daten des Patienten an die DSO weitergegeben werden?
* Wenn die Familie nach der Hirntodiagnostik Zweifel an der Qualität der Diagnose hat und verlangt, dass der  Angehörige weiterbeatmet wird – wer kommt dann für die immensen Kosten auf, die auf der Intensivstation entstehen?
Das Strafverfahren wurde letzte Woche (teilweise wegen Geringfügigkeit) eingestellt, das Zivilverfahren läuft.
18. Februar 2014

Zweifel an der Hirntoddiagnostik

von kinesiana

Wie in der Huffingtonpost und der all-in.de aktuell zu lesen ist, liegen der Süddeutschen Zeitung Unterlagen vor, die den Leser an der Sicherheit der Hirntoddiagnostik hierzulande zweifeln lassen.

Es wird berichtet, dass schon ausgestellte Totenscheine korrigiert werden mussten, weil der Hirntod in einigen Fällen nicht nach den dafür vorgesehenen Richtlinien diagnostiziert worden sei, was den mangelnden Erfahrungen des medizinischen Personals zugeschrieben wurde. Der ehemalige geschäftsführende Arzt Dr. Gundolf Gubernatis beklagte der SZ gegenüber diesbezüglich ein Qualitätsdefizit in der Ausbildung der Ärzte.

Es sei nach den vorliegenden Unterlagen zur Feststellung des Hirntodes trotz Betäubung gekommen oder auch der Atemtest nicht korrekt durchgeführt worden.

Die Bundesärztekammer hält jedoch die Qualität der Hirntoddiagnostik für ausreichend. Der Vorstand der DSO, Rainer Hess, betonte, dass es in den vergangenen Jahren nur zwei mal zu einer Organentnahme nach einer regelwidrigen Hirntodfeststellung gekommen sei.

Bei Patienten, die keine Organspender sind, werden nach dieser Diagnose in der Regel die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet, da rechtlich gesehen der Tod eingetreten ist.

Quellen:

http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/boulevard/SZ-Menschen-in-deutschen-Krankenhaeusern-werden-oft-faelschlicherweise-fuer-hirntot-erklaert;art15814,1539541#sthash.4cJ6oMlx.YoY3Wm2e.dpuf

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/17/bericht-patienten-werden-faelschlicherweise-fuer-hirntot-erklaert_n_4804893.html

29. November 2013

Organverteilungsskandal und Hirntodzweifel

von kinesiana

Der leitende Oberarzt der Chirurgie und Spezialist für Transplantationsmedizin der Uniklinik Regensburg Dr. Marcus Scherer räumte in einem Vortrag in Ingolstadt ein, dass die Zweifel der Bevölkerung nicht ausschließlich dem „Organverteilungsskandal“ zuzuschreiben seien, sondern dass auch das „Tabuthema Hirntod“ und die „möglichen Fehler, die bei der Feststellung des Todes vor einer Organentnahme entstehen können“ möglicherweise zur Verunsicherung beitragen.
Es sei zwar eine sichere Methode, den Hirntod festzustellen, bekannt, jedoch nicht in jeder Klinik die Möglichkeit dazu vorhanden. Hierbei handelt es sich um das Spect-Röntgenverfahren.
Dr. Scherer spricht sich für die Widerspruchslösung aus, nach der jeder Mensch, der die Organspende nicht kategorisch ausgeschlossen hat, ein potenzieller Spender ist.
Vorgeschrieben ist in Deutschland bis dato zur Hirntodfeststellung die wiederholte klinische Untersuchung sowie der Atemstillstand-Test, der sogenannte Apnoe-Test. EEG und andere Möglichkeiten werden nur unter besonderen Umständen und fakultativ eingesetzt.
5. Oktober 2013

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

von kinesiana

Ich freue mich nun neben der Verbreitung über verschiedene Medien in unterschiedlichen Ländern auch die Autorin des offenen Briefes selbst, Frau Andrea von Wilmowsky, mit ihrem Video hier vorstellen zu dürfen:

„Mit diesem offenen Brief möchte ich der aktuellen Organspendekampagne 2013 etwas entgegensetzen.Ihr fehlt nämlich etwas ganz Wesentliches: die GANZE Wahrheit zum Thema. Die sollte man jedoch wissen, BEVOR man den Organspendeausweis ausfüllt!“

 

17. September 2013

Deutschlandfunk – Die Reise des Lazarus

von kinesiana

Martin Büdenbender www.Pixelio.de

Martin Büdenbender http://www.Pixelio.de

In diesem Beitrag, die Sie sowohl nachhören als auch lesen können, begleitet der Autor einen Patienten, der am Vormittag des Tages für hirntot erklärt wurde von der Intensivstation bis in den OP. Der Hörer (Leser) erlebt über den Autor Kai-Uwe Kohlschmidt den Ablauf einer Explantatation und die vorausgehenden Vorbereitungen mit.

Der Patient hatte nach einem Sturz eine Woche zuvor schwere Hirnverletzungen mit noch verhalten vorhandenen Stammhirnreflexen. Daher wurde zunächst eine Operation diskutiert, wegen fulminanter Verschlechterung jedoch nicht durchgeführt. Daraufhin wurde der Patient „konditioniert“, so dass er nun „freigegeben“ werden konnte.

Nach abgeschlossener Hirntoddiagnostik und der Zustimmung der Angehörigen treffen die DSO und das Explantationsteam ein und der ehemalige Patient, jetzt laut Gesetz hirntoter Verstorbener, tritt seinen Weg von der Intensivstation über Untersuchungsräume in den OP an. Dabei beobachtet der Autor zu seiner Überraschung auch, dass er sich bewegt – er nennt ihn deswegen Lazarus – und dass das Herz plötzlich schneller schlägt. Der Herzchirurg Prof. Hetzer und der DSO-Koordinator erklären diese bei Hirntoten vorkommenden Phänomene.

Gleichzeitig wird im Beitrag erläutert wie es den auf Spenderorgane angewiesenen Organempfängern geht und welche Aufgaben die DSO und Eutotransplant übernehmen.

Hier ist der Beitrag zum Hören http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/09/12/drk_20130912_1930_5f27ef06.mp3

und zum Lesen http://www.dradio.de/download/205476/

13. September 2013

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

von kinesiana

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.

Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

 

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

 

„Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …“

 

Bitte hier weiter lesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=391

5. August 2013

Fragen zur Hirntoddiagnostik

von kinesiana

Die Abgeordneten der Linken stellen der Regierung 25 Fragen zur Hirntodfeststellung nachdem Zweifel an der Hirntodkonzeption aufkamen.

Der Präsident der BÄK Prof. Montgomery kündigte eine überarbeitete Fassung der Richtlinie zur Feststellung des Hirntodes an, denen wissenschaftliche Fakten zugrunde liegen sollen und kritisiert laut diesem Bericht die möglichen Fehlanreize für Transplanteure.

Auch die DSO ist an Neuerungen interessiert. Transplantationen sollen nicht mehr vor der endgültigen Bestätigung des Hirntodes vorbereitet werden dürfen, so der neue Vorstand der DSO Dr. Rainer Hess.

Hier komplett nachzulesen: http://www.aerztezeitung.de/news/article/843406/organspende-linke-fragen-hirntod.html

18. Juli 2013

Wie stehen Neurologen zum Hirntod?

von kinesiana

Leider liegt mir die Auswertung des DIVI-Kongresses in Hamburg noch nicht vor. Nähere Angaben hierzu finden Sie hier: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article111878835/Wie-wuerden-Aerzte-beim-Hirntod-am-liebsten-handeln.html

Ja, wir dürfen immer noch gespannt auf die Antworten sein…

Dennoch gibt es Zahlen, hier aus den USA: 2012 wurden dort 500 Neurologen schriftlich befragt, ob für sie der Hirntod mit dem Tod gleichzusetzen sei und welche Kriterien ihrer Meinung nach den Hirntod ausschließen. Hiervon antworteten 44%.
Von den eingegangenen Antworten glaubten nur 27%, dass der Hirntod dem Tod gleichzusetzen sei. Einige von ihnen begründeten ihre Antwort damit, dass der irreversible Verlust des Bewusstseins der Tod des Menschen sei. Andere wiederum argumentierten, dass die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nicht aufrecht erhalten werden können.
Viele Neurologen antworteten, dass gewisse noch bestehende Hirnfunktionen nicht mit dem Hirntod vereinbar seien – wie z. B. EEG-Aktivität, evozierte Potenzialaktivität sowie weiterhin bestehende neuroendokrine Funktionen des Thalamus (Hormon-Stoffwechsel). Für viele der befragten Ärzte ist ein noch vorhandener Blutfluss im Gehirn ebenso wenig mit der Diagnose Hirntod kompatibel wie ein nicht vollständig zerstörter Hirnstamm.
Das Fazit der Befragung lautet diesen Angaben zufolge, dass amerikanische Neurologen sich weder darüber einig sind, ob der Hirntod den Tod darstellt noch sind sie sich bezüglich der diagnostischen Tests vollkommen einig.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3310851/