Posts tagged ‘Bewusstsein’

11. Juli 2015

Bewusstsein und die Definition des Todesaugenblicks

von kinesiana

„Dr. Klaus Volkamer im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt.

Wann ist ein Mensch wirklich tot? Was hat die Feinstofflichkeit mit Transplantation und Organspende zu tun?

Spannende Sichtweisen vom Wissenschaftler Dr. Klaus Volkamer im Interview mit Michael Friedrich Vogt.

 

2. April 2014

Koma und Bewusstsein – neue Studie

von kinesiana

Bei der tDCS, der transcranialen Gleichstromstimulation, wird ein leichter Strom durch die Schädeldecke ins Gehirn geleitet und verändert dort die Ladung. Bekannt ist das Verfahren als Therapieansatz gegen Schmerzen und Depressionen.

Nun liegen die Ergebnisse einer Studie vor, in der Patienten mit schweren Hirnschäden und Bewusstseinsstörungen untersucht und stimuliert wurden. Es stellte sich heraus, dass durch die Stimulierung durch tDCS auch lange Zeit nach Eintritt des Komas signifikante Verbesserungen erreicht werden konnten.

Der Gedanke liegt nahe, dass hier weiter geforscht werden sollte und diese Stimulationstherapie möglicherweise ein hervorragender Ansatz zur Verbesserung der Prognose bei Komapatienten darstellen könnte.

Die Studie wurde durchgeführt von

  1. Aurore Thibaut , MSc ,
  2. Marie-Aurélie Bruno , PhD ,
  3. Didier Ledoux , MD, PhD ,
  4. Athena Demertzi , PhD und
  5. Steven Laureys , MD, PhD

und erschien in der Zeitschrift Neurology 2014

Quelle: http://www.neurology.org/content/early/2014/02/26/WNL.0000000000000260 

 

 

13. September 2013

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

von kinesiana

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.

Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

 

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

 

„Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …“

 

Bitte hier weiter lesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=391

21. Juli 2013

Widerstand beim Öffnen der Augen als Bewusstseinstest

von kinesiana

 

Wie auf dem 23. Meeting der ENS (Europäischen Neurologengesellschaft) vor 3000 Experten bekannt gegeben wurde entdeckte der Komaforscher und Leiter der Coma Science Group einen einfachen Nachweis für Bewusstsein.

Bei Menschen mit eingeschränktem Bewusstsein lässt sich oft ein Widerstand beobachten, wenn versucht wird ihnen die Augen manuell zu öffnen. Nun untersuchten die Wissenschaftler in einer Studie, ob dies als Reflex oder als Zeichen für gewollte Abwehr, also Bewusstsein, zu werten ist.

Bei fast allen untersuchten Patienten wurden Zornesfalten und Hornhautreflexe beobachtet, jedoch nur 22 von 108 zeigten einen Widerstand beim Öffnen der Augen. Die meisten dieser Patienten befanden sich im Wachkoma oder im minimales Bewusstseinszustand. Es stellte sich heraus, dass ihr Bewusstseinsgrad höher war als ursprünglich angenommen.

Prof. Laureys hält es für sehr unwahrscheinlich, dass es sich beim Widerstand gegen das Augenöffnen um einen reinen Reflexmechanismus handelt, sondern er deutet es als Vorzeichen dafür, dass ein Befehl ausgeführt wird.

Da der Bewusstseinslevel bei den meisten Betroffenen meistens schwankt, plädiert Laureys für wiederholte Beurteilungen. Pflegende könnten diesen Test im Alltag einfach wiederholt ausführen, damit ließe sich die Beurteilung einiger komatöser Patienten möglicherweise verändern. (APA/red, 10.6.2013)

Quelle: http://derstandard.at/1369363156044/Komapatienten-Reflex-oder-gewollter-Widerstand

 

 

21. Juli 2013

Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma

von kinesiana

Prof. Laureys und sein Team, Lüttich/Belgien, konnten in einer Studie mittels Magnetresonanz (MRT) den Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma nachweisen. Die MRI-Daten haben gezeigt, dass bei Wachkomapatienten noch Verbindungen zwischen bestimmten neuronalen Netzwerken gibt, wenn auch weniger als bei Gesunden. Diese Verbindungen seien bei hirntoten Patienten nicht mehr nachweisbar.

Quelle: http://www.medicinebook.de/load.php?name=News&file=article&sid=1432

1. Juli 2013

Wahrnehmungen im Koma!

von kinesiana

PatienthoertIch möchte einige Worte zitieren, die eine Ehefrau im erwähnten Blog berichtet:

„Ja, ich weiß. Ich war tot –  aber noch nicht richtig. Da war ein Prof, der hat sich ganz arg für mich eingesetzt und sehr viel für mich getan, und auch noch viele andere Leute haben sich für mich eingesetzt und mir geholfen. Deshalb bin ich wieder da, wo ich bin.“
Er sprach weiter uns sagte zu mir: „Es war nicht schlimm, es war in Ordnung, für mich war das okay. Das war wirklich nicht schlimm für mich, nur für Dich und die anderen war es schlimm.“

Er sprach noch weiter über Dinge, die sich während seines tiefen Komas in der Klinik und auch zu Hause ereignet hatten. Er konnte über Krankenschwestern berichten die Ihn während des Komas gepflegt hatten usw., er sprach mich auf verschiedene sehr persönliche Bereiche an, die mich während seiner Komazeit beschäftigten.
Es hat mich sehr erstaunt, da ja sein Kurzzeit- und sein Langzeitgedächtnis nicht mehr vorhanden waren, dass so plötzlich diese Erinnerungen an seine Komazeit kamen.

Jetzt hatte ich die Bestätigung: Es war richtig, dass ich an seinem Krankenbett nicht erlaubte belastende und ängstigende Gespräche zu führen, mögliche schwere therapeutische / operative Eingriffe und Prognosen über den weiteren Krankheitsverlauf zu besprechen.

http://hypoxischer-hirnschaden.blogspot.de/search/label/Reanimation

 

Dieser Bericht zeigt ein weiteres Mal, dass jeder Arzt, jede Schwester, jeder Angehörige – einfach jeder Mensch, der mit einem Komapatienten zu tun hat, sich immer und ausnahmslos so verhalten muss, dass alles was gesagt und getan wird auch vom Patienten gehört werden kann. Es MUSS zwingend davon ausgegangen werden, dass bewusstlose Patienten Wahrnehmungen besitzen und sich im Nachhinein auch teilweise daran erinnern können!

Niemand darf sich anmaßen am Bett des Patienten Dinge zu sagen, die ihn beängstigen könnten oder herablassende Bemerkungen über ihn machen. Es darf auch nicht wortlos an ihm herumgezerrt werden beim Betten und der Körperpflege.

Die Würde des Menschen ist unantastbar! Immer!

 

22. April 2013

Video – Die dunkle Seite der Organtransplantation

von kinesiana

Leben retten durch Organspende – wie informiert ist die Öffentlichkeit?

Ist der Organspender wirklich tot, wenn ihm die Organe entnommen werden? Was ist der Hirntod und wie entstand dieser Begriff überhaupt?

Richard Fuchs zitiert hier u.a. auch den bekannten Kardiologen und Nobelpreisträger Prof. Werner Forßmann: „Die Chancen sind am allergrößten, wenn das Organ einem gesunden und in voller Lebenskraft stehendem Menschen entnommen wird. Deshalb liegt es im Interesse des Empfängers und des Operateurs den sterbenden Spender so früh wie möglich für tot zu erklären, um über ihn verfügen zu können.“

 

 

7. November 2012

Video – Bewusstsein ohne Gehirnaktivität ist möglich

von kinesiana

Der Psychiater und Neurowissenschaftler Professor Bruce Greyson widmete über 25 Jahre der Nahtod-Forschung. In diesem Video berichtet er darüber, dass Menschen ohne Gehirnaktivität, also mit einem Null-Linien-EEG Bewusstsein besitzen können.
Prof. Greyson sprach mit vielen Menschen, die eine Nahtod-Erfahrung erlebt haben und fragt sich nun, wie man auf die verrückte Idee kommen kann, dass alle Denkprozesse im Gehirn stattfinden.
Seine Erklärung: Die Newton´schen Gesetze sind im Alltagsleben richtig, aber nicht in Extremfällen anwendbar, wie z. B. wenn die Teilchen extrem klein sind oder extrem schnell. In diesen Fällen braucht man, um korrekte Ergebnisse zu erhalten, die Relativitätstheorie. Vergleichbar scheinen in Extremfällen Verstand und Gehirn nicht mehr identisch zu sein, auch wenn das im Alltagsleben der Fall zu sein scheint.
Im Falle eines Nahtod-Erlebnisses berichteten Menschen glaubhaft und überprüfbar, dass sie klarer denken konnten als je zuvor in ihrem Leben – obwohl sie klinisch tot waren und keinerlei Gehirnaktivität mehr besaßen. Er berichtet von Menschen mit Demenz oder schwerer Geisteskrankheit, die unmittelbar vor ihrem Tod in zusammenhängenden Sätzen sprechen, ihre Angehörigen wieder erkennen und völlig klar denken. Eine materialistische Erklärung gibt es hierfür nicht! Eine denkbare Erklärung wäre, dass in einer Verschlechterung des Zustands sich Verstand und Gehirn trennen.

24. Oktober 2012

Nachweis des Bewusstseins mit neuer Testmethode

von kinesiana

Melany Boly von der Belgian National Fund for Research in Liege entdeckte eine neue Methode die Diagnose Hirntod sowie den Bewusstseinsstatus im Allgemeinen sicherer und sichtbar zu machen: Mit einem kurzen elektrischen Impuls und gleichzeitiger Überwachung der Hirnaktivität wurden die unterschiedlichen Reaktionen von wachen, schlafenden, aber auch komatösen Patienten getestet.

Wache Personen zeigten auf die Stimulation hin eine über das Gehirn verteilte Aktivität.

Schlafende Personen zeigten die gleiche Reaktion, aber kürzer.

Menschen im vegetativen Status zeigten die gleiche Reaktion wie die schlafenden gesunden Testpersonen.

Je wacher und bewusster ein Mensch ist, desto komplexer ist also die Antwort des Gehirns.

Bisher wird diese Untersuchung zur Feststellung des Hirntodes laut Richtlinien der Bundesärztekammer nicht angewandt.

Quelle: http://vr-zone.com/articles/new-test-could-determine-consciousness-in-brain-injured-patients/17463.html

Hier noch ein ausführlicher Videovortrag in englisch:

http://bcbt.upf.edu/bcbt10/node/633

1. Juni 2012

Ansprechbarkeit im Koma

von kinesiana

In diesem Artikel berichtet der Hirnforscher Prof. Dr. Karl Zilles über die Frage Bewusstsein im Koma.

Bisher wurden Angehörige nicht Ernst genommen, wenn sie das Gefühl hatten, dass der Patient etwas wahrnimmt, wenn sie mit ihm sprechen. Jetzt belegen bildgebende Verfahren, dass diese Wahrnehmung kein Wunschdenken, sondern Realität ist.

Hiermit ist die Ansprechbarkeit durch signifikante wissenschaftliche Befunde belegt!

Bitte lesen Sie hier weiter:

http://publicationes.de/wissen/psychologie/117-ansprechbarkeit-im-koma.html

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