Posts tagged ‘Aufklärung’

13. September 2013

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

von kinesiana

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.

Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

 

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

 

„Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …“

 

Bitte hier weiter lesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=391

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31. Oktober 2012

Ist die Organspende eine „gerechtfertigte Tötung“?

von kinesiana

Ab 1. November soll jeder Mensch ab 16 Jahren von seiner Krankenkasse regelmäßig an die Möglichkeit einer Organspende erinnert werden. Hiermit soll die Spendebereitschaft in Deutschland gefördert werden.

Steinmeier und Kauder sind der Meinung, es gäbe mehr wartende Empfänger als Spender, weil bisher nicht genug Werbung gemacht wurde, daher soll den Bürgern nun auf die Pelle gerückt werden, so Steinmeier. Die Menschen sollen zum Ja-sagen motiviert werden. Hierzu werden Informationen und der Organspendeausweis beigelegt, so dass es keine Mühe mehr macht, sich diese selbst zu besorgen.

Dennoch wird von einer „ergebnisoffenen Information“ gesprochen.

Herr Kauder jedoch rät zu mehr Transparenz, um die vorangegangenen Skandale bei der Organvergabe nicht unnötig ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen – daher wollen mehrere Kassen erst einmal Gras darüber wachsen lassen.

Aufklärungsarbeit leiste man im Übrigen schon seit mehreren Jahren, z. B. mit „Organspende macht Schule“, in der der Rapper Flo Bauer junge Menschen motiviert, doch lieber ihre Niere zu verschenken als ihren Arsch zu verkaufen.

Dass Menschen mit der Hirntoddiagnose tot im klassischen Sinne sind, ist schon lange umstritten und wir berichteten bereits mehrfach darüber, dass ihr Herz noch schlägt und auch Bewegungen stattfinden können während des Spendevorgangs. Der Organspendebefürworter Robert Truog von der Harvard University jedoch steht nicht für die Gleichsetzung des Hirntodes mit dem Tod: er bezeichnet die Organentnahmeprozedur als „gerechtfertigte Tötung“.

Ob in den unterschiedlichen Aufklärungsschriften der Krankenkassen jedoch hiervon die Rede sein wird, bleibt abzuwarten.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/organspende-nur-mit-dem-neuen-herzen-sieht-man-gut-11944896.html

2. Oktober 2012

Leichenspende an Menschen ohne klassische Todeszeichen

von kinesiana

Auch wenn derzeit überall mit den Worten „nach meinem Tod“ für die Leichenspende geworben wird, sind längst nicht alle Fakten so klar wie sie scheinen.

Ein Akt der Nächstenliebe ist leicht vollzogen, wenn er nach meinem Tod stattfindet, denn dann ist es ja egal, ob ich meine Organe verwesen lasse oder noch einem Menschen damit das Leben verlängere. Aber hier liegt der erste Irrtum: eine Leiche ist vorher gestorben. Alle Lebensfunktionen sind erloschen. Im besten Fall konnten die letzten Stunden in Ruhe mit den Angehörigen verbracht werden, der letzte Atemzug erfolgte in Frieden und Würde. Nach einem würdevollen Abschied, der für jeden Menschen, egal welcher Kultur und Religion, einen bedeutenden Abschnitt des Lebens darstellt ist ein Mensch nach klassischem Verständnis tot.

Genau das ist bei einer Leichenspende aber ausgeschlossen. Der Mensch wird in unterschiedlichen Ländern nach unterschiedlichen Kriterien für hirntot erklärt und dann muss es schnell gehen, denn Spendeorgane müssen frisch und in gutem Zustand sein, sie müssen aus einem lebenden Körper entnommen werden, dessen Besitzer eine Schädigung des Gehirns aufweist. Noch beatmet und mit schlagendem Herzen, warm und mit funktionierendem Körper, solange die Hirnschäden durch Beatmung ausgeglichen werden, wird dieser Mensch, der bis zur Feststellung des Hirntodes (dazu ist übrigens laut Richtlinien der Bundesärztekammer kein EEG oder Ultraschall oder anderes bildgebendes Verfahren vorgeschrieben – nur in Ausnahmefällen, s. hier!)  ein Komapatient war, auf den OP-Tisch gelegt und „spendet“ in diesem Zustand seine Organe. Eine Narkose ist in Deutschland derzeit nicht vorgesehen (hierzu mehr: hier).

In folgendem Artikel finden Sie detaillierte juristische und medizinische Informationen, die Sie in Aufklärungsbroschüren meist vergeblich suchen. Selbst im Organspendeausweis steht „nach meinem Tod“.

http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/was-es-wirklich-bedeutet-organe-zu-spenden-ein-blick-auf-die-dunkle-seite/

Selbst wenn menschliche Irrtümer ausgeschlossen wären und alle als hirntot diagnostizierten Menschen ihre Organe spenden würden, dann gäbe es immer noch zu wenig Organe, um allen Menschen auf der Warteliste zu helfen. Und selbst wenn allen Menschen ein Organ zur Verfügung gestellt werden könnte, dann wären sie damit nicht gesund und frei, sondern müssten Medikamente mit schwerwiegenden Nebenwirkungen einnehmen. Und selbst wenn sie diese Medikamente nicht einnehmen müssten, halten leider häufig auch die gespendeten Organe nicht ewig und es muss das nächste Ersatzorgan her.

Klar und deutlich distanziere ich mich von den Vorwürfen, dass wir kein Mitgefühl für die kranken Menschen, die wirklich dringend Hilfe benötigen, haben. Es kann und darf aber nicht über Verheimlichung von unerwünschten Informationen geschehen. Es muss ehrlich aufgeklärt werden. Auch müssen alle möglichen notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, dass erst garnicht so viele Menschen krank werden (Ernährungsaufklärung, gesunde Ernährung muss finanzierbar sein, ein gesunder Lebensstil muss gefördert werden schon in Kindergarten und Schule – damit wären auf jeden Fall schon die Wartelisten kürzer!) und ebenso die Technik unterstützt werden, die im Ernstfall nebenwirkungsärmer und ohne Menschenopfer Organfunktionen ersetzen kann. Erfolgreiche Ansätze sind bereits vorhanden und wir leben im Zeitalter der rasenden Technik…

Die Menschen, die an der Aufklärung nach bestem Wissen und Gewissen beteiligt sind wünschen selbstverständlich für alle Mitmenschen, die krank sind und auf einer Warteliste stehen, dass diesen möglichst schnell auf humane Weise geholfen wird, gerne vorübergehend auch noch durch Empfang eines Spenderorganes von einem Menschen, der wirklich spendet und schenkt, indem er aufgeklärt seine Organe der Nachwelt zur Verfügung stellt.

 

 

 

26. September 2012

Organspende – Zweifel – Frontal21 – Video

von kinesiana

Wussten Sie, dass ein uneingeschränktes JA auf dem Organspendeausweis nicht nur die lebensrettenden Organe wie Herz und Nieren usw umfasst, sondern sämtliche Körpergewebe als Rohstoffe pharmakologisch weiter verarbeitet werden dürfen? Warum steht das nicht im Ausweis? Warum wird darüber nicht aufgeklärt?
Wie tot ist ein Mensch, wenn er die Diagnose „hirntot“ bekommt?
Fest steht, dass toten Menschen, also Leichen, keine Organe entnommen werden können. Gewebe kann aus toten Körpern entnommen werden, Organe aber müssen frisch durchblutet sein, der Mensch muss zur Organentnahme beatmet und mit schlagendem Herzen in den OP gefahren werden.

31. August 2012

Was steht (noch) nicht im Organspendeausweis?

von kinesiana

In der Sendung Frontal 21 vom 28.08.12 wird im Beitrag „Das neue Organspendegesetz“ umfassend aufgeklärt: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Frontal-21/2942216/24069134/71531d/Das-neue-Organspendegesetz.html

Flotte Werbung und Ansprache des Mitgefühls und der Nächstenliebe sollen jeden Bürger ab 16 Jahren dazu bringen, seine Organe zu spenden. Doch weiß der Bürger wirklich, was er unterschreibt? Frontal 21 klärt vielseitig auf.

Hierbei kommen auch Kontroversen zur Sprache:

Der Transplantationsmediziner Professor Gundolf Gubernatis vertritt die Überzeugung, dass eine vielschichtige und kritische Aufklärung stattfindet. Er befürchtet, dass die einfachen Werbekampagnen das Gegenteil des gewünschten Effenkts bewirken können, da der mündige Bürger sich über den Tisch gezogen fühlen könnte.

Interviewte Menschen zeigen sich ängstlich, dass Kriminalität im Spiel sein könnte und dass sie vielleicht schneller abgeschaltet werden, weil dringend Organe gebraucht werden.

Wissen SIE zum Beispiel, dass ein Kreuz beim JA ohne Einschränkungen bedeutet, dass alle tranplantierbaren Organe, Augenhornhaut und andere Gewebe zum Teil für die klassische Organspende, aber auch die pharmakologische Weiterverarbeitung verwendet werden?

Wissen SIE, dass der Hirntod nicht dasselbe wie der Tod ist? Gehirn- und Atemzentrum fallen zwar aus, aber andere Organe funktionieren noch. Organentahme kann aber nur bei Hirntoten erfolgen, nicht bei Leichen, denn sie müssen frisch sein. Es handelt sich um lebende Menschen, die sich in ihrem Sterbeprozess befinden.

Wissen SIE, dass der Patient noch Stunden bis Tage intensivmedizinisch am Leben gehalten wird? Daher besteht auch ein Widerspruch zur Patientenverfügung, die für einen würdevollen Tod lebenserhaltende Maßnahmen ablehnt. Frau Prof. Manzei sagt hierzu: „Mit einem würdevollen Tod hat das nichts zu tun.“

Wissen SIE, dass der Hirntod als Todesdefinition sowohl national als auch international diskutiert wird?

Wissen Sie, dass auch Ärzte nicht sicher wissen können, was Patienten auf tieferen Ebenen als denen des Wachbewusstseins noch erleben und wahrnehmen?

Wissen Sie, dass auch ein Teil der Juristen den Hirntod sehr kritisch sieht?

Prof. Gubernatis empfiehlt, dass der Tod als gesellschaftliches Thema auch gesellschaftlich diskutiert werden sollte. Einen naturwissenschaftlichen Beweis gebe es nicht!

16. Juni 2012

Hirntod und Organspende – das neue Transplantationsgesetz

von kinesiana

Gerd Altmann Pixelio.de

Gerd Altmann Pixelio

Heute, Samstag, den 16.06. um 16.30 im HR-Fernsehen:

„So lebendig wie möglich, so tot wie nötig“

Wissen die Bürger wirklich, worum es beim neuen Transplantationsgesetz geht?

Es geht natürlich darum, Leben zu retten, aber es geht auch darum, dass die Organspender nicht tot sind, sondern vom Hirntod gesprochen wird, der auch als Hirnversagen bezeichnet wird. Es handelt sich also um schwer kranke Menschen, nicht um Tote.

Mehr darüber und auch über die unrühmlichen und besorgniserregenden Vorfälle in der DSO:

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=54283&key=standard_document_45054736

5. Juni 2012

Hirntod als Geschäftsmodell?

von kinesiana

Ein lesenswerter Artikel im Konkret-Magazin: http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/geschaeftsmodell-hirntod.html

Was hat es auf sich mit den Skandalen der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation) und den rückläufigen Spenderzahlen?

Die DSO, Eurotransplant und die Bundesärztekammer sind „nichtstaatliche Akteure“, die darüber entscheiden unter welchen Bedingungen Organe entnommen und nach welchen Richtlinien sie verteilt werden sollen.

In politischen Debatten ist man sich einig: Organentnahmen sind positiv, denn sie können Leben retten. Das scheint einstimmig und einleuchtend, denn die gängige Meinung ist, dass dabei ja nur Nutzen entsteht und niemandem Schaden zugefügt wird, denn der Mensch, dem die Organe entnommen werden, ist schon tot… Hier besteht kein Diskussionsbedarf, da die Sachlage klar ist – oder etwa doch nicht?

Wann ist ein Mensch tot? Tritt der Tod wirklich mit dem Hirntod ein und ist das unumstritten sicher?

Nein, das ist sicher nicht unumstritten, sondern scheint eher als „normative Verabredung“. Ein Mensch, der Organe spendet muss noch leben – er muss durchblutet sein, das Herz muss noch schlagen, er wird bei der Organentnahme weiterhin beatmet. Dabei zeigt er auch noch vegetative Reaktionen, die Stressreaktionen gleichen.  Es ist ein Sterbeprozess, der noch nicht abgeschlossen ist – auch ohne Hirnfunktionen kann das Herz noch weiterschlagen, die Ausscheidungen funktionieren, Kinder können ausgetragen werden usw.

Zitat Bundesärztekammer in einer Anmerkung zu ihren Richtlinien zur Feststellung des Hirntods (3. Fortschreibung 1997):

„Beim Hirntoten können spinale Reflexe und Extremitäten-Bewegungen (z. B.: Lazarus-Zeichen) sowie die Leitfähigkeit des peripheren Abschnittes von Hirnnerven, die periphere Erregbarkeit und spontane Entladungen im Elektromyogramm der Gesichtsmuskeln vorübergehend noch erhalten bleiben oder wiederkehren, solange der Körper-Kreislauf und die Beatmung aufrechterhalten werden.“

Ist die Einwilligung zur Organspende im Sinne der Patientenverfügung, die beinhaltet, dass Menschen nicht durch Apparatemedizin künstlich amLeben erhalten werden möchten?

Nein, die Geräte und Schläuche sind zwingend notwendig, wenn eine Organentnahme stattfindet! Die Vitalfunktionen werden unterstützt und aufrecht gehalten, um die „Frische“ der entnommenen Organe zu gewährleisten. Bis zum Schluss. Das widerspricht der Patientenverfügung, die viele Menschen abgeschlossen und unterzeichnet haben. Die Patientenverfügung wird mit dem Unterzeichnen des Organspendeausweises wirkungslos.

Fest steht, dass es an ehrlicher umfassender Aufklärung mangelt. Wo wird man denn darüber informiert, dass der Hirntote noch Reflexe hat, dass das Herz bei der Explantation noch schlägt und damit sogar die Patientenverfügung unwirksam ist?

Erreicht werden soll nun eine Steigerung der Organspenden – aber um welchen Preis?

Über weitere rechtliche Konsequenzen können Sie sich im Originalartikel informieren.

4. Januar 2012

Offener Brief an unsere Regierung

von kinesiana

Bild: Florentine Pixelio

In diesem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel, den Gesundheitsminister Herrn Daniel Bahr, die Justizministerin Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages und alle Mitglieder des Bundesrates fordern Menschen, die bereits Erfahrungen mit der Transplantationsmedizin gesammelt haben, offene Aufklärung über sämtliche relevanten Zusammenhänge in Punkto Organspende.

Inhalt:

  • Verfassungswidrigkeit, dass die Todesdefinition im TPG von der Bundesärztekammer vorgenommen wurde, die in ihrer Rechtsform einen nicht rechtsfähigen Verein darstellt
  •  Todesdefintion – dass der Hirntod dem Tod des Menschen entspricht nicht dem aktuellen medizinischen Erkenntnisstand. In internationalen Fachkreisen (Transplantationsmediziner) spricht man von „Sterbenden“. Tritt also der Tod durch die Organentnahme ein?
  • Sowohl die potentiellen Organspender als auch die Empfänger sollten umfassend darüber aufgeklärt werden, dass die transplantierten Organe aus noch lebenden Menschen stammen.
  • Die Würde des Menschen wird verletzt

Bitte lesen Sie den genauen Wortlaut dieses Briefes hier nach:

http://www.openpr.de/news/596950.html

14. Oktober 2011

Statistisches zur Aufklärung

von kinesiana

Auf die Frage ob sie die rechtlichen Bestimmungen für die Spende und Transplantation von Organen in Deutschland kennen, antworteten von 1550 Befragten im Jahr 2009 69% mit NEIN. Ob sich das wohl schon geändert hat? Immerhin ist ja von Aufklärung der Bürger die Rede und es wurden hohe Werbegelder der BZgA verwendet. Im kleinen Umfang stelle ich hier für 2011 die Frage und würde mich über Beteiligung freuen – auch wenn ich weiß, dass auf dieser Seite nur Menschen landen, die gezielt nach Information zur Organspende suchen. Trotzdem, bitte mitmachen und antworten… Danke!

Die Gründe, eine Organspende abzulehnen waren mit 28% „Weiß nicht“ vor 26% „Misstrauen in das Spendesystem“. Danach folgten mit 19% „Angst vor Manipulation des menschlichen Körpers“ und mit 7% „Religiöse Gründe“.

71% der Bürger waren grundsätzlich damit einverstanden, dass man ihnen nach ihrem Tod Organe entimmt, aber nur 49% würden bei einem Angehörigen zustimmen.

Weitere Statistiken finden Sie nach einer kurzen Anmeldung auf http://de.statista.com/statistik/suche/q/organspende/

 

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11. Oktober 2011

Organspende-Aufklärung durch Krankenkassen?

von kinesiana

Sollten wirklich die Krankenkassen Aufkärungsarbeit über die Organtransplantation übernehmen?

Im Magazin der SBK ist unter der Überschrift „Auf Nummer sicher“ u.a. nachzulesen, dass der Patient erst als tot gilt, wenn keine Gehirnströme mehr nachzuweisen sind.
Im Gegensatz hierzu steht in den Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes der Bundesärztekammer Punkt 3, dass die Irreversibilität, also die Unumkehrbarkeit des Todes, bewiesen werden kann entweder durch wiederholte klinische Untersuchungen oder durch ergänzende Untersuchungen wie z.B. das EEG oder andere apparative Untersuchungen. Bei Erwachsenen und Kindern ab 3 Jahren gilt die Irreversibilität, also die Bestätigung des Hirntodes bereits durch die Wiederholung der klinischen Untersuchungen nach mindestens 12 Stunden als erbracht ohne, dass apparativ nach Gehirnströmen gesucht werden muss. In änderen Ländern gelten hierzu teilweise andere Regeln, in Deutschland jedoch ist bisher das die Vorgabe.

Solange die Bevölkerung also irreführende Informationen seitens der Krankenkassen erhält wie in diesem Fall, in dem ich es zufällig mitbekommen habe, schließt sich die Option wohl selbstredend aus, dass Krankenkassen und andere Behörden die Aufklärung über Organspende übernehmen sollten, oder???

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