Archive for ‘Prof. Dr. Cicero Coimbra’

12. November 2012

How to save lives of brain injured persons

von kinesiana

Eine Präsentation von Cicero Galli Coimbra, MD, PHD
Associate Professor of Neurology and Neuroscience Federal University of São Paulo – UNIFESP, Brazil

http://www.diagnose-hirntod.de/?p=281

 

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1. Juni 2012

Wie tot sind Hirntote?

von kinesiana

Sabine Müller beschreibt auf der Homepage des Deutschen Bundestages, dass bei 2 von 30 hirntoten Spendern bei der Explantation Stressreaktionen auftreten, die gleichen physiologischen Reaktionen, wie sie bei starken Schmerzreizen beobachtet werden.

Blutdruck und Puls steigen sprunghaft an, ebenso die Konzentration der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Dies zeigte eine Untersuchung von Hans-Joachim Gramm et al. (Vgl. Hans-Joachim Gramm et al., Hemodynamic responses to noxious stimuli in brain-dead organ donors, in: Intensive Care Medicine, 18 (1992) 8, S. 493ff.)

In Deutschland ist eine apparative Zusatzdiagnostik (EEG, Doppler-Sonografie u. a.) nur unter besonderen Umständen vorgeschrieben, um die Unumkehrbarkeit des Hirntodes, die Irreversibilität, nachzuweisen.

Quelle: http://www.das-parlament.de/2011/20-21/Beilage/001.html

29. September 2011

„…nach meinem Tod…“

von kinesiana

Im Medicalforum.ch (Offizielles Fortbildungsorgan der FM) ist nachzulesen, dass das Hirntod-Konzept weniger ein Todeskriterium sei als ein sicheres Zeichen dafür, dass der Sterbeprozess ein fortgeschrittenes Stadium erreicht habe. Hiermit soll die Irreversibilität und damit die Rechtfertigung der Diagnose vermittelt werden.

Ja – ABER…

Die Schlussfolgerung ist, dass die Hirntoddiagnose auch nach den Worten des Autors Rudolf Ritz nicht den Tod bedeutet, warum unterschreibt dann jeder Organspender die Worte „Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende … in Frage kommt…“??? Sollte es dann nicht korrigiert werden auf „während meines Sterbeprozesses„? Das wäre ehrlich und fair. DAS verstehe ich unter Aufklärung. Bürger sollten informiert sein und erst dann zustimmen, ob sie Spender sein möchten oder nicht.

Dieser Wortlaut alleine gibt Anlass zum Nachdenken und Diskutieren…

Noch ein ABER… Vielleicht ist das gar kein sicherer Sterbeprozess?

Aber das an anderer Stelle: http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=91

Hier wird erklärt, dass im Zustand der ischämischen Penumbra aufgrund einer Funktionsstörung keine Reflexe ausgelöst werden können. Der Ausfall von Reflexen ist aber ein wesentliches Kriterium für die Diagnose Hirntod.

Quelle: http://www.medicalforum.ch/d/set_suchen.html

26. September 2011

Krankenkassen sollen einbezogen werden

von kinesiana

Nun ist es also so weit – die gesetzlichen Krankenkassen sollen laut Gesundheitsminister Daniel Bahr verpflichtet werden, Ihre Versicherten bezüglich Organspende zu befragen, damit jeder Bürger Stellung bezieht, ob er Organe spenden möchte oder nicht. Positiv zu werten ist hierbei, dass eine Aufklärung stattfinden und qualifizierte Ansprechpartner genannt werden sollen.

Die Frage, die sich stellt ist jedoch, wieweit die Aufklärung wirklich geht – wissen die potenziellen Spender nach dieser Aufklärung, dass die Hirntoddiagnose umstritten ist und Risiken birgt? Wer sind die qualifizierten Ansprechpartner?
Ist wirklich jedem Menschen nach der „Aufklärung“ bekannt, dass beim Hirntod die restlichen Körperfunktionen noch erhalten sind, der Sterbeprozess zwar (wenn keine Fehldiagnose vorliegt) eingeleitet, aber keinesfalls abgeschlossen ist? Wissen sie, dass ein würdiges Verabschieden vom Sterbenden nur stattfinden kann bis zu dem Moment in dem seine Organe benötigt werden und er dann schnellstmöglich – noch beatmet, mit schlagendem Herzen und meist lebendig aussehend – in den OP zur Entnahme geschoben wird?

Meiner Meinung nach ist es angemessen – und fair! – wenn die Aufklärung tatsächlich stattfindet wie bei jedem banalen medizinischen Eingriff. Es muss über alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werden! Fehldiagnosen, die zwar abgestritten werden, aber dennoch schon stattgefunden haben, dürfen nicht als mögliches Risiko verschwiegen werden.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass fehlende Reflexe nicht zwangsläufig den Hirntod bedeuten müssen, sondern physiologische Reaktionen zumindest in Betracht gezogen werden sollten. Nähere Infos siehe: www.diagnose-hirntod.de.

Aufklärung – JA BITTE! – aber vollständig!

6. September 2011

„Brain Death“ is Not Death! – english website

von Wasserwerk

C H N   http://www.chninternational.com

Essay – At a meeting of the Pontifical Academy of Sciences in early February

„Brain Death“ is Not Death!

In medicine we protect, preserve, and prolong life and postpone death . . . Our goal is to keep body and soul united. When a vital organ ceases to function, death can result. On the other hand, medical intervention can sometimes restore the function of the damaged organ, or medical devices (such as pacemakers and heart-lung machines) can preserve life. The observation of a cessation of functioning of the brain or some other organ of the body does not in itself indicate destruction of even that organ, much less death of the person.

Dr Paul Byrne

By Paul A. Byrne, Cicero G. Coimbra, Robert Spaemann, and Mercedes Arzú Wilson

30. August 2011

Hirntod ist nicht Tod!

von kinesiana

Eine kritische Betrachtung der Hirntoddiagnose aus philosophischer und medizinischer Sicht.
Ein interessanter Teil des Textes handelt vom umstrittenen Apnea-Test, der für die rechtskräftige und somit für die Explantation notwendige Feststellung des Hirntods zwingende Voraussetzung ist.
Dr. Cicero Coimbra, klinischer Neurologe aus Brasilien vertritt die Meinung, dass mit dieser Untersuchung sogar den Tod des Patienten auslösen kann, indem er zu einem unwiderruflichen intra-cranialen Kollaps oder zu Herzstillstand führen kann. Er führt aus, dass viele Patienten – auch schwerst Hirnverletzte – wieder gesund werden können, da ihr Nervengewebe nur aufgrund verringerter Durchblutung ruht und nicht irreversibel geschädigt sein muss.

http://www.aktion-leben-fulda.de/html/img/pool/217_Hirntod.

26. August 2011

Zweifel am Hirntod

von kinesiana

Sind für „hirntot“erklärte Menschen wirklich tot? Am 19. Februar 2009 fand in Rom der Kongress „Signs of life“ statt. Wissenschaftler aus aller Welt stellten das Hirntodkonzept in Frage.

Eine Aussage des Chefarztes der Neurologie / Univ. Sao Paulo Prof. Cicero Coimbra lautet:

Zuerst möchte ich glasklar sagen, dass einige Patienten, die für hirntot erklärt wurden, wieder gesund werden und ein normales Leben führen könnten, wenn sie nicht dem Apnoe-Test ausgesetzt würden und wenn sie eine richtige Behandlung bekommen würden.