Archive for ‘Leberzelltherapie’

29. November 2013

Ersatz für Lebertransplantation in Sicht?

von kinesiana

Forschern der Universität Stanford gelang es Fettzellen auf direktem Weg in Leberzellen umzuwandeln. Innerhalb nur einer Woche von der Fettabsaugung bis zur Injektion der iHEPS-Zellen fand diese Umprogrammierung statt. 

Bisher wurden die Versuche zwar mit menschlichen Zellen, aber an Mäusen durchgeführt. Dürfen Patienten, die auf eine Lebertransplantation warten künftig auf schnellere Hilfe hoffen?

Bleibt zu hoffen, dass die Forschungsarbeiten ausreichen finanziell subventioniert werden, damit sie zügig voranschreiten können.

Quellen: http://www.laborwelt.de

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/magen_darm/article/850847/regenerative-medizin-leberersatz-fett.html

 

Advertisements
13. September 2013

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

von kinesiana

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.

Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

 

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

 

„Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …“

 

Bitte hier weiter lesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=391

3. Juli 2013

Wissenschaftler erstellen funktionstüchtiges Lebergewebe aus Stammzellen

von kinesiana

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen menschliches Lebergewebe aus Stammzellen herzustellen.

Takanori Takebe gelang es mit seinem Team menschliches Lebergewebe heran wachsen zu lassen, indem er pluripotente Stammzellen mit anderen Zellen mischte und als 5mm große Gewebeklümpchen in das Gehirn einer Maus verpflanzte (in einem gläsernen Schädel). Dort entwickelte sich daraus menschliches Lebergewebe inclusive Blutversorgung.

Im Bericht der „Nature“ heißt es, dies sei das erste aus pluripotenten Stammzellen hergestellte funktionierende Organ. Davor konnten Organe nur aus embryonalen Stammzellen hergestellt werden, was ethische Kontroversen entstehen ließ. Die pluripotenten Stammzellen (iPS) jedoch werden aus Hautzellen des Patienten entnommen und in einen unspezifischen Zustand umprogrammiert, von dem aus sie sich in jede Zellform entwickeln können.

Laut Takebe übernimmt das Lebergewebe auch die leberspezifischen Funktionen.

Prof. Malcolm Alison, Stammzellbiologe an der Queen Mary University in London, geht davon aus, dass Menschen mit Leberversagen durch diese Mini-Lebern aus Hautzellen geholfen werden kann.

Prinzipiell, so Tabeke, besteht die Möglichkeit auch Nieren, Lungen und Bauchspeicheldrüsenteile so herzustellen – allerdings wird bis dahin noch einige Zeit vergehen.

Quelle: http://medicalxpress.com/news/2013-07-scientists-human-liver-stem-cells.html

 

25. April 2013

Projekt Prometheus

von kinesiana

Das russische Militär hat sich zum Ziel gesetzt, noch in diesem Jahr mit der „Wiederbelebung“ einer Leber zu beginnen. Natürliche Organe und Gewebe sollen rekonstruiert werden mit dem Ziel der „Lebensrettung im Fall des Verlusts lebenswichtiger Organe aufgrund von Verletzungen, Infektionen oder bösartigen Tumoren“.

Es wird auch an der Möglichkeit gearbeitet, fertig konstruierte Organe möglichst lange lagern zu können.

Quelle: http://de.ria.ru/science/20130424/266001970.html

 

1. November 2012

Neue Forschungsergebnisse: Alternative zur Organspende in Sicht?

von kinesiana

Professor Joel H. Rothman entdeckte, dass Zellen ihre biologische Bestimmung ändern können – so zu lesen auf der Seite http://www.universityofcalifornia.edu/news/article/28599

Was aber heißt das in der Konsequenz?

Es könnte langfristig ein durchaus praktikabler Weg sein, menschliche Organe zu ersetzen und das Problem der mangelnden Spenderorgane aus Lebend- und sogenannten Leichenspenden zu lösen.

Normalerweise bleibt eine Zelle, die z. B. dazu angelegt ist, eine Herzzelle zu sein, eine Herzzelle bis an ihr Lebensende. Nun aber haben die Forscher eine Möglichkeit gefunden, diesen Mechanismus zu entsperren: es ist ihnen gelungen, den Zellen neue Bestimmungen zu erteilen, die sie dann auch erfüllen.

Durch das Entriegeln einer Zelle aus ihrer vorherigen Bestimmung besteht nach diesen neuen Ansätzen theoretisch die Möglichkeit im Labor Zellen für jedes kranke Organ herzustellen und anstelle eines Spenderorgans zu transplantieren.

Alles Zukunftsmusik und bisher nicht der Rede wert? Das kann man auch anders sehen, denn wenn diese Ansätze möglichst schnell und effektiv weiter entwickelt werden sollen, dann müssen noch viele Stunden Arbeit und viel Geld investiert werden.

15. September 2011

Organe aus der Retorte – Das Ende der klassischen Organtransplantation | Radiofeuilleton – Wissenschaft und Technik | Deutschlandradio Kultur

von kinesiana

Organe aus der Retorte – Das Ende der klassischen Organtransplantation | Radiofeuilleton – Wissenschaft und Technik |Deutschlandradio Kultur.

In diesem hochinteressanten Bericht geht es um alternative Möglichkeiten, die mittel- bis langfristig die Organtransplantation ersetzen könnten.

Zum Einen handelt es sich um die Xenotransplantation, in der Schweine als Organspender dienen, was umstritten ist, jedoch laut Befragung bei Betoffenen zu 90% angenommen würde. Abstoßungsreaktionen sollen mit genetischen Manipulationen in den Griff bekommen werden laut Prof. Heiner Niemann.

Die nächste Alternative, mit dem Mangel an Spenderorganen umzugehen, sei laut Prof. Christopher Baum, Forschungsdekan der Medizinischen Hochschule Hannover,  den Degenerationsprozess über Medikamente rechtzeitig zu stoppen und als zweiten Schritt zelluläre Therapien einzusetzen, also Zellen einzubringen, die die Regeneration unterstützen, um nicht mehr lebensfähige Organe zu unterstützen. Dies sei schon in den nächsten 5 Jahren denkbar und Transplantationen könnten so verzögert oder verhindert werden.

Der Leberexperte Prof. Ott arbeitet an der Leberzelltherapie, die ursprünglich als „Brückenbehandlung“ dienen sollte. Sie ist so erfolgreich, dass Eltern der so behandelten Kinder schon die Wahl haben, ob sie überhaupt noch transplantieren möchten oder sich weiterhin auf das Zelltransplantat setzen.  Weiter Forschungen und klinische Studien sind nötig.

Auch nachbauen kann man Organe schon teilweise, was mit LIFT (Laser Induced Forward Transfer) beim Herzen bereits gelungen ist. Dr. Robert Koch erklärt, dass ein Gel mit lebenden Herzmuskelzellen auf einen Glasträger aufgetragen wird, auf den ein Laserstrahl gerichtet wird. Eine durch den Laserstrahl erzeugte mikroskopisch kleine Dampfblase befördert die Herzmuskelzelle auf einen gegenüber liegenden Glasträger. Über dieses Verfahren ist ein schichtweiser dreidimensionaler Aufbau auf der zweitern Platte möglich.

Im Tierversuch mit Ratten ist das so produzierte Herzgewebe problemlos eingewachsen und begann auch selbst zu schlagen – im gleichen Takt wie das restliche Herzgewebe.

Sobald dieses Vorgehen auf  Menschen übertragbar ist, können alle Menschen mit Herzinfarkt vor einer Transplantation bewahrt werden.

Noch steckt die Entwicklung in den Kinderschuhen, doch Dr. Tobias Cantz ist optimistisch, dass es in den nächsten Jahren viele Möglichkeiten geben wird, auf Transplantationen zu verzichten, indem man kranke Organe wirkungsvoll unterstützt.

Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1501118/