Archive for ‘Künstliche Niere’

17. September 2013

Neuer Ansatz zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen

von kinesiana

2 bis 4 Millionen Menschen sind in Deutschland von chronischen Nierenerkrankungen betroffen – Tendenz steigend. Die Folge sind häufig Dialyse und letztendlich Transplantation.

Wenn die Ursache fehlgeleitete Immunantworten gegen die Nierenkörperchen, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus sind, könnte ein neuer Therapieansatz, den Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn entdeckt haben, segensreich sein.

Um eine Nierenentzündung aufrecht zu erhalten brauchen die Immunzellen das Molekül Fraktalinrezeptor (CX3CR1). Fehlt bei Versuchsmäusen dieses Molekül sind sie weitgehend vor einer fehlgeleiteten Immunantwort gegen die Nierenkörperchen geschützt. Dieser bisher nur im Tierversuch erfolgreich getestete Therapieansatz liegt nun in Hemmstoffen gegen diesen Rezeptor, der sich spezifisch auf die Nieren auswirkt wobei andere Organe nicht beeinflusst werden.

Weitere Forschungen finden statt.

Genaue Informationen sind hier nachzulesen:

http://idw-online.de/de/news551549

 

 

13. September 2013

Umfassende Aufklärung zu Hirntod und Organspende

von kinesiana

Dieser umfassende offene Brief informiert über Hirntod und Organspende. Die Entstehung der Diagnose wird ebenso erklärt wie die Durchführung der Hirntoddiagnostik.

Dieser Brief beinhaltet Informationen, die in keiner Aufklärung zur Organspende fehlen dürfen!

 

Offener Brief über die dunkle Seite der Organspende

 

„Zur Zeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur  machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam.

Was ist los und was ist dran an diesem Hype?

Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist. Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht.

Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant?

Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Nach seinem Tode…  Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Wusstet Ihr das? Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. …“

 

Bitte hier weiter lesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?page_id=391

3. Juli 2013

Wissenschaftler erstellen funktionstüchtiges Lebergewebe aus Stammzellen

von kinesiana

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen menschliches Lebergewebe aus Stammzellen herzustellen.

Takanori Takebe gelang es mit seinem Team menschliches Lebergewebe heran wachsen zu lassen, indem er pluripotente Stammzellen mit anderen Zellen mischte und als 5mm große Gewebeklümpchen in das Gehirn einer Maus verpflanzte (in einem gläsernen Schädel). Dort entwickelte sich daraus menschliches Lebergewebe inclusive Blutversorgung.

Im Bericht der „Nature“ heißt es, dies sei das erste aus pluripotenten Stammzellen hergestellte funktionierende Organ. Davor konnten Organe nur aus embryonalen Stammzellen hergestellt werden, was ethische Kontroversen entstehen ließ. Die pluripotenten Stammzellen (iPS) jedoch werden aus Hautzellen des Patienten entnommen und in einen unspezifischen Zustand umprogrammiert, von dem aus sie sich in jede Zellform entwickeln können.

Laut Takebe übernimmt das Lebergewebe auch die leberspezifischen Funktionen.

Prof. Malcolm Alison, Stammzellbiologe an der Queen Mary University in London, geht davon aus, dass Menschen mit Leberversagen durch diese Mini-Lebern aus Hautzellen geholfen werden kann.

Prinzipiell, so Tabeke, besteht die Möglichkeit auch Nieren, Lungen und Bauchspeicheldrüsenteile so herzustellen – allerdings wird bis dahin noch einige Zeit vergehen.

Quelle: http://medicalxpress.com/news/2013-07-scientists-human-liver-stem-cells.html

 

24. Juni 2013

Die Forschung an Alternativen zur Organspende macht Fortschritte!

von kinesiana

Hier geht es zum englischsprachigen Video, leider ließ es sich nicht einbinden: http://landing.newsinc.com/shared/video.html?freewheel=90051&sitesection=nydailynews&VID=24887648

Wissenschaftler wollen den Körper durch seine eigene Regenerationskraft darin unterstützen Organe aus körpereigenem Gewebe nachwachsen zu lassen. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass dem zunehmenden Organmangel hierdurch künftig entgegen gewirkt werden kann. Da auch Gefäße aus eigenen Zellen implantiert werden können, muss in einigen Fällen auch nicht das ganze Organ ausgetauscht werden. Ist z.B. ein Herzkrankgefäß verengt, dann kann man dieses austauschen. Der Einsatzbereich ist groß.
Meiner Meinung nach lohnt sich die Investition in alternative Therapien mit 3-Druckern, adulten (körpereigenen – NICHT zu verwechseln mit embryonalen!) Stammzellen und anderen Innovationen auf jeden Fall!
Vorteile dieser körpereigenen Gewebezüchtungen sind sowohl die schnellere Verfügbarkeit und damit wesentlich verkürzte Wartezeit auf ein Organ als auch der Verzicht auf Immunsuppressiva (das Immunsystem unterdrückende Medikamente, die Transplantierte i.d.R. lebenslänglich einnehmen müssen, damit das neue Organ nicht abgestoßen wird).

Weitere Informationen hierzu auch hier:

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/AG-Whole-Heart-Tissue-Engineering.119122.0.html

1. November 2012

Neue Forschungsergebnisse: Alternative zur Organspende in Sicht?

von kinesiana

Professor Joel H. Rothman entdeckte, dass Zellen ihre biologische Bestimmung ändern können – so zu lesen auf der Seite http://www.universityofcalifornia.edu/news/article/28599

Was aber heißt das in der Konsequenz?

Es könnte langfristig ein durchaus praktikabler Weg sein, menschliche Organe zu ersetzen und das Problem der mangelnden Spenderorgane aus Lebend- und sogenannten Leichenspenden zu lösen.

Normalerweise bleibt eine Zelle, die z. B. dazu angelegt ist, eine Herzzelle zu sein, eine Herzzelle bis an ihr Lebensende. Nun aber haben die Forscher eine Möglichkeit gefunden, diesen Mechanismus zu entsperren: es ist ihnen gelungen, den Zellen neue Bestimmungen zu erteilen, die sie dann auch erfüllen.

Durch das Entriegeln einer Zelle aus ihrer vorherigen Bestimmung besteht nach diesen neuen Ansätzen theoretisch die Möglichkeit im Labor Zellen für jedes kranke Organ herzustellen und anstelle eines Spenderorgans zu transplantieren.

Alles Zukunftsmusik und bisher nicht der Rede wert? Das kann man auch anders sehen, denn wenn diese Ansätze möglichst schnell und effektiv weiter entwickelt werden sollen, dann müssen noch viele Stunden Arbeit und viel Geld investiert werden.

24. Oktober 2012

Durchbruch: Funktionierendes Nierengewebe aus dem Reagenzglas

von kinesiana

Carsten Jünger Pixelio

Einem internationalen Forscherteam ist es erstmals gelungen funktionierendes Nierengewebe im Reagenzglas zu erzeugen – ein wichtiger Schritt für die Wissenschaftler auf dem Weg zu künstlichen Ersatznieren zur Transplantation, um den Spendermangel künftig auszugleichen – so Christodoulos Xinaris vom Mario Negri Institut für pharmazeutische Forschung in Bergamo / Italien.

Das Nierengewebe besitzt ein eigenständiges Filtergewebe und versorgende Blutgefäße. In Tierversuchen konnte bereits bestätigt werden, dass injizierte Testmoleküle durch die künstlich erzeugte Niere aus dem Blut entfernt wurden.

Bisher war es zwar gelungen, unreifes Nierengewebe im Labor zu züchten, doch seien noch nicht ausreichend fein verästelte Blutgefäße vorhanden gewesen, somit sei das Gewebe nicht funktionsfähig gewesen. Durch Zugabe von Wachstumsfaktoren jedoch nahm die Dichte der Blutgefäße zu und die Filterleistung setzte ein. Bereits nach 3 Wochen entfernte das künstlich erzeuge Nierengewebe Abfallstoffe aus dem Blut der Ratten.

Nun muss weiter geforscht werden wie diese funktionstüchtigen Organoide mit den Harnleitern und dem Ausscheidungssystem verbunden werden können.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15244-2012-10-22.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+|+Das+Wissensmagazin%29

s. auch: http://scinexx.de/dossier-detail-526-8.html

14. Oktober 2011

Tragbare Niere soll getestet werden

von kinesiana

Dr. Victor Gura beschreibt die Vorteile dieser neuen künstlichen Niere damit, dass sie mit Batterien funktioniert, nur wenig Wasser verbraucht und mit 4,5 kg gut zu transportieren ist. Ziel ist, dass die Patienten sie permanent tragen können, so dass eine permanente Entgiftung gewährleistet ist. Weitere Studien laufen…

Quelle: http://www.janssen-cilag.de/news/detail.jhtml?itemname=anemia_nephrology_243867

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14. Oktober 2011

Künstliche Ersatz-Nieren in Produktion…

von kinesiana

In San Francisco forscht Dr. Shuvo Roy mit seinem Team an einer künstlichen Niere.  Bisher wurde der Prototyp nur an Tieren getestet, es besteht jedoch Hoffnung, dass dieses Gerät innerhalb 5-7 Jahren auch menschentauglich ist.

Die komplexe künstliche Niere arbeitet in 2 Stufen: nachdem das Blut tausende mikroskopisch kleine Filter passiert hat, die ihm die Giftstoffe entzieht, übernimmt danach im Bioreaktor gezüchtetes Nierengewebe die weiteren Funktionen einer menschlichen Niere.

Quelle: http://derstandard.at/plink/1282979164469?sap=2&_pid=18096030#pid18096030

Forschungsseite: http://bts.ucsf.edu/roy/people.html

 

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