Archive for ‘Fehldiagnosen?’

18. Mai 2016

Leben ohne Gehirn!?

von kinesiana

Wie wichtig ist die Größe und Vollständigkeit des Gehirns tatsächlich zum Leben und Überleben? Dieses kurze Video könnte zum Denken anregen. Ob bei einem fast nicht vorhandenen Gehirn ein EEG oder eine Dopplersonographie wie sie bei der Hirntoddiagnostik unter anderem eingesetzt werden „normal“ erscheinen können?

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19. März 2014

Noch ein Bericht einer Hirntod-Fehldiagnose in Deutschland

von kinesiana

Eine Krankenschwester berichtet von einem jungen Mann, der ihr übergeben wurde um für die Organspende vorbereitet zu werden:

25. Februar 2014

Eine Hirntod-Fehldiagnose aus Deutschland

von kinesiana

In diesem kurzen eindrücklichen Video erzählt ein junger Mann, der angeblich hirntot war, wie gerne er lebt. Er ist seinen Eltern dankbar, dass sie trotz der gestellten Diagnose Hirntod für seine weitere Behandlung gekämpft haben. Seine Mutter berichtet, dass sie schon darum gebeten wurde, einer Organentnahme zuzustimmen und der Arzt auch nicht davor zurückscheute ihr vorzuhalten wie viel Geld ihr Sohn kostet, der bestenfalls sowieso schwerst behindert wird. Unfassbar.

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18. Februar 2014

Zweifel an der Hirntoddiagnostik

von kinesiana

Wie in der Huffingtonpost und der all-in.de aktuell zu lesen ist, liegen der Süddeutschen Zeitung Unterlagen vor, die den Leser an der Sicherheit der Hirntoddiagnostik hierzulande zweifeln lassen.

Es wird berichtet, dass schon ausgestellte Totenscheine korrigiert werden mussten, weil der Hirntod in einigen Fällen nicht nach den dafür vorgesehenen Richtlinien diagnostiziert worden sei, was den mangelnden Erfahrungen des medizinischen Personals zugeschrieben wurde. Der ehemalige geschäftsführende Arzt Dr. Gundolf Gubernatis beklagte der SZ gegenüber diesbezüglich ein Qualitätsdefizit in der Ausbildung der Ärzte.

Es sei nach den vorliegenden Unterlagen zur Feststellung des Hirntodes trotz Betäubung gekommen oder auch der Atemtest nicht korrekt durchgeführt worden.

Die Bundesärztekammer hält jedoch die Qualität der Hirntoddiagnostik für ausreichend. Der Vorstand der DSO, Rainer Hess, betonte, dass es in den vergangenen Jahren nur zwei mal zu einer Organentnahme nach einer regelwidrigen Hirntodfeststellung gekommen sei.

Bei Patienten, die keine Organspender sind, werden nach dieser Diagnose in der Regel die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet, da rechtlich gesehen der Tod eingetreten ist.

Quellen:

http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/boulevard/SZ-Menschen-in-deutschen-Krankenhaeusern-werden-oft-faelschlicherweise-fuer-hirntot-erklaert;art15814,1539541#sthash.4cJ6oMlx.YoY3Wm2e.dpuf

http://www.huffingtonpost.de/2014/02/17/bericht-patienten-werden-faelschlicherweise-fuer-hirntot-erklaert_n_4804893.html

9. Dezember 2013

N24 Diskussionsrunde zum Thema Organspende

von kinesiana

Interessante Diskussion mit Gebhard Focke / KAO, Daniel Bahr und dem Herzchirurgen Prof. Hetzer

Leider werden derzeit nur die Informationsschriften der BZgA von politischer Seite empfohlen und eine diesbezügliche Aussage des langjährigen Gesundheitsministers Daniel Bahr macht Hoffnung, dass auch die KAO-Aufklärung bald einen offiziellen Platz dort findet. Er wünscht sich, dass mehr Menschen sich mit dem Thema Organspende auseinander setzen und ist Herrn Focke und dem Verein KAO dafür dankbar, dass sie dazu beitragen, dass sich die Bevölkerung mit der Thematik auseinandersetzt.

Thematisiert werden in dieser Runde die Themen Hirntod, Organspendeausweis, Transplantationsskandal und Aufklärung

29. November 2013

Organverteilungsskandal und Hirntodzweifel

von kinesiana

Der leitende Oberarzt der Chirurgie und Spezialist für Transplantationsmedizin der Uniklinik Regensburg Dr. Marcus Scherer räumte in einem Vortrag in Ingolstadt ein, dass die Zweifel der Bevölkerung nicht ausschließlich dem „Organverteilungsskandal“ zuzuschreiben seien, sondern dass auch das „Tabuthema Hirntod“ und die „möglichen Fehler, die bei der Feststellung des Todes vor einer Organentnahme entstehen können“ möglicherweise zur Verunsicherung beitragen.
Es sei zwar eine sichere Methode, den Hirntod festzustellen, bekannt, jedoch nicht in jeder Klinik die Möglichkeit dazu vorhanden. Hierbei handelt es sich um das Spect-Röntgenverfahren.
Dr. Scherer spricht sich für die Widerspruchslösung aus, nach der jeder Mensch, der die Organspende nicht kategorisch ausgeschlossen hat, ein potenzieller Spender ist.
Vorgeschrieben ist in Deutschland bis dato zur Hirntodfeststellung die wiederholte klinische Untersuchung sowie der Atemstillstand-Test, der sogenannte Apnoe-Test. EEG und andere Möglichkeiten werden nur unter besonderen Umständen und fakultativ eingesetzt.
14. November 2013

Organhandel und Hirntodzweifel – Video

von kinesiana

Für den Inhalt und die Auswirkungen dieses Videos übernehme ich – wie immer! – keine Verantwortung. Wer die Fakten auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen möchte, kann dies gerne tun. Wer der Meinung ist, dass die Inhalte an den Haaren herbei gezogen sind, darf auch bei dieser Einstellung bleiben. Ich möchte es einfach teilen und mitteilen, dass durchaus Zweifel in Punkto Hirntod und Organspende bestehen und diskutiert werden.

26. September 2013

Hirntod = Tod?

von kinesiana

Den für eine Organspende erforderlichen Hirntod mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen ist längst nicht mehr unumstritten.

In diesem spannenden Hörfunkbeitrag kommen Dr. Jürgen in der Schmitten, Dr. Tanja Krones und Prof. Dieter Birnbacher zu Wort.

Nicht wenige Ärzte halten das derzeit bestehende Hirntodkonzept für überholt. Nach dem noch gültigen Konzept soll der Mensch, dessen Gehirn vollständig abgestorben ist, tot – hirntot – sein. Für einige Ärzte sind Hirntote Sterbende und werden durch die Organentnahme erst getötet. Dr. Jürgen in der Schmitten, Institut für Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf, schlägt einen offenen Umgang mit der Thematik vor. Patienten, bei denen der Hirntod festgestellt wurde, sollten nicht für tot erklärt werden, sondern stattdessen gesetzlich verankert werden, dass der Tod im Operationssaal bei einer Organentnahme erst eintritt. Vom ehrlichen Umgang mit der umstrittenen Thematik erhofft sich in der Schmitten eine steigende Akzeptanz in der Bevölkerung.

Zweifel werden laut: Man könne nicht sicher sein, dass im Falle des Hirntodes wirklich alles im Gehirn abgestorben ist – so Dr. Tanja Krones, leitende Ärztin für Klinische Ethik am Universitätsspital Zürich.

Irritierende Berichte über Reaktionen von Hirntoten lassen Zweifel aufkommen. Bei Organentnahmen soll es vorkommen, dass Blutdruck und Herzfrequenz sprunghaft ansteigen. Sind das Nervenreflexe oder vielleicht doch noch Schmerzempfinden? 

In Deutschland bestehe Sorge darüber, dass Menschen die Organspende ablehnen könnten, wenn man über diese Problematik öffentlich spricht. Es gibt hier keine Vollnarkose zur Explantation, Schmerzen und Empfindungen werden offiziell abgestritten. Anders in der Schweiz, dort ist eine Vollnarkose zur Organentnahme Pflicht.

Die Debatte ums Hirntodkonzept ist nicht mehr im stillen Kämmerlein zu halten und wird international geführt. Es ist auch von Hirntod-Fehldiagnosen die Rede wie vor Kurzem bei der 40jährigen Patientin in den USA. Sie hatte eine Überdosis von muskelentspannenden Medikamenten und ihre Pupillen zeigten keine Reaktion. Auch in den weiteren Tests zeigte die Frau keinerlei Reaktion. So wurde die Patienten als hirntot diagnostiziert und für die Organentnahme vorbereitet. Am 5. Tag nach Einnahme der Medikamente bewegte sich die „Hirntote“ und überlebte ohne bleibende Nervenschäden.

Solche Fehlentscheidungen, aber auch die Diskussion um den tatsächlichen Eintritt des Todes zeigen uns, dass in der Diskussion um den Hirntod noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/2265762/

18. August 2013

Studie zur Untersuchung des BSD (Brain Stem Death) in Großbritannien

von kinesiana

Eine in Großbritannien durchgeführte Studie zeigt überraschende Ergebnisse.

In den Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes bzw. dort vorgeschriebenen Hirnstamm-Todes wird – wie in Deutschland übrigens auch – darauf verwiesen, dass die klinische Untersuchung eine medikamentös bedingte Intoxikation ausschließen muss. Sedativa wie z. B. Thiopental können die Ergebnisse möglicherweise beeinflussen und müssen daher rechtzeitig abgesetzt werden, wenn eine Hirntoddiagnostik geplant wird.

Unterschiedliche Faktoren wie Dosis, Einnahmedauer, Leber- und Nierenfunktion, aber auch die Zuverlässigkeit serologischer Laboruntersuchungen spielen dabei eine Rolle und können für unterschiedliche Wartezeiten sorgen, die bis zur möglichen Diagnostik der klinischen Untersuchung einzuhalten ist.

Erstaunlicherweise führten laut Quellenangabe nicht alle befragten neurologischen Intensivzentren eine Bestimmung des Thiopental-Spiegels durch, obwohl eine trotz Intoxikation durchgeführte klinische Diagnostik ohne apparative Zusatzuntersuchung möglicherweise falsche Ergebnisse liefern kann.

Wie häufig in den befragten Zentren Großbritanniens apparative Zusatzdiagnostik angewandt wird und wie zuverlässig Ärzte die verschiedenen Methoden einstufen ist ebenfalls hier nachzulesen:

http://www.diagnose-hirntod.de/?p=372

Originalquelle:

Quelle: http://journal.ics.ac.uk/pdf/1403250.pdf

© The Intensive Care Society 2013

18. Juli 2013

Wie stehen Neurologen zum Hirntod?

von kinesiana

Leider liegt mir die Auswertung des DIVI-Kongresses in Hamburg noch nicht vor. Nähere Angaben hierzu finden Sie hier: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article111878835/Wie-wuerden-Aerzte-beim-Hirntod-am-liebsten-handeln.html

Ja, wir dürfen immer noch gespannt auf die Antworten sein…

Dennoch gibt es Zahlen, hier aus den USA: 2012 wurden dort 500 Neurologen schriftlich befragt, ob für sie der Hirntod mit dem Tod gleichzusetzen sei und welche Kriterien ihrer Meinung nach den Hirntod ausschließen. Hiervon antworteten 44%.
Von den eingegangenen Antworten glaubten nur 27%, dass der Hirntod dem Tod gleichzusetzen sei. Einige von ihnen begründeten ihre Antwort damit, dass der irreversible Verlust des Bewusstseins der Tod des Menschen sei. Andere wiederum argumentierten, dass die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nicht aufrecht erhalten werden können.
Viele Neurologen antworteten, dass gewisse noch bestehende Hirnfunktionen nicht mit dem Hirntod vereinbar seien – wie z. B. EEG-Aktivität, evozierte Potenzialaktivität sowie weiterhin bestehende neuroendokrine Funktionen des Thalamus (Hormon-Stoffwechsel). Für viele der befragten Ärzte ist ein noch vorhandener Blutfluss im Gehirn ebenso wenig mit der Diagnose Hirntod kompatibel wie ein nicht vollständig zerstörter Hirnstamm.
Das Fazit der Befragung lautet diesen Angaben zufolge, dass amerikanische Neurologen sich weder darüber einig sind, ob der Hirntod den Tod darstellt noch sind sie sich bezüglich der diagnostischen Tests vollkommen einig.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3310851/