Archive for November, 2013

29. November 2013

Organverteilungsskandal und Hirntodzweifel

von kinesiana

Der leitende Oberarzt der Chirurgie und Spezialist für Transplantationsmedizin der Uniklinik Regensburg Dr. Marcus Scherer räumte in einem Vortrag in Ingolstadt ein, dass die Zweifel der Bevölkerung nicht ausschließlich dem „Organverteilungsskandal“ zuzuschreiben seien, sondern dass auch das „Tabuthema Hirntod“ und die „möglichen Fehler, die bei der Feststellung des Todes vor einer Organentnahme entstehen können“ möglicherweise zur Verunsicherung beitragen.
Es sei zwar eine sichere Methode, den Hirntod festzustellen, bekannt, jedoch nicht in jeder Klinik die Möglichkeit dazu vorhanden. Hierbei handelt es sich um das Spect-Röntgenverfahren.
Dr. Scherer spricht sich für die Widerspruchslösung aus, nach der jeder Mensch, der die Organspende nicht kategorisch ausgeschlossen hat, ein potenzieller Spender ist.
Vorgeschrieben ist in Deutschland bis dato zur Hirntodfeststellung die wiederholte klinische Untersuchung sowie der Atemstillstand-Test, der sogenannte Apnoe-Test. EEG und andere Möglichkeiten werden nur unter besonderen Umständen und fakultativ eingesetzt.
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29. November 2013

Ersatz für Lebertransplantation in Sicht?

von kinesiana

Forschern der Universität Stanford gelang es Fettzellen auf direktem Weg in Leberzellen umzuwandeln. Innerhalb nur einer Woche von der Fettabsaugung bis zur Injektion der iHEPS-Zellen fand diese Umprogrammierung statt. 

Bisher wurden die Versuche zwar mit menschlichen Zellen, aber an Mäusen durchgeführt. Dürfen Patienten, die auf eine Lebertransplantation warten künftig auf schnellere Hilfe hoffen?

Bleibt zu hoffen, dass die Forschungsarbeiten ausreichen finanziell subventioniert werden, damit sie zügig voranschreiten können.

Quellen: http://www.laborwelt.de

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/magen_darm/article/850847/regenerative-medizin-leberersatz-fett.html

 

18. November 2013

Krebskranke Organe als Notlösung?

von kinesiana

341195_web_R_by_Hartmut910_pixelio.deImmer weniger Menschen sind Organspender. Die zur Organspende zugelassenen Organe müssen bestimmten Kriterien entsprechen, um die Sicherheit des Organempfängers zu gewährleisten. Der zunehmenden Knappheit an Spenderorganen begegnet man nun mit einer Anpassung der Zulassungskriterien.
Was noch vor einigen Jahren undenkbar war ist nun legitim. Entgegen der landläufigen Meinung, dass alte Menschen keine Organe mehr spenden können, gibt es keine Altersgrenze. Auch mit 95 darf man noch seine Organe verschenken, wenn denn die Bedingungen eine Organentnahme zulassen. Nieren sind auch dann für die Spende zugelassen, wenn ihre Leistung eingeschränkt ist. Wie dem Bericht der Ärztezeitung zu entnehmen ist, werden auch Nieren mit erhöhtem Serumkreatinin und bösartigen Tumoren verpflanzt.

Zum Serumkreatinin hier die Erklärung:

„Es kommt erst dann zu einem Anstieg des Serumkreatinins, wenn die glomuläre Filtrationsrate auf 50% oder weniger reduziert ist. Geringere Nierenfunktionseinschränkungen sind daher am Serumkreatininwert nicht zu erkennen.“Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Serumkreatinin

Wenn also geringe Nierenfunktionseinschränkungen nicht zu erkennen sind an diesem Wert, aber auch bei erhöhten Werten die Nieren noch transplantationstauglich sind, dann bekommt der Empfänger hiermit ein „neues“ in der Funktion bereits eingeeschränktes Organ eingesetzt.

Doch das ist eben noch nicht alles! Auch bösartige Tumoren, sogar mit Lymphknotenmetastasen, sind für einige Transplantationszentren kein Hinderungsgrund. Laut DSO-Daten von 2006-2011 hatten jedoch 248 von 7483 Spendern bösartige Tumore jeglicher Art zum Zeitpunkt der Organentnahme in sich und verschenkten 702 Organe (Herzen, Nieren, Lebern und Bauchspeicheldrüsen) an 648 Empfänger. Das geschah in den meisten Fällen mit wissender Zustimmung der Transplanteure – nur bei 8,7 % der gespendeten Organe wurde das Vorhandensein bösartiger Tumore erst nach der Transplantation erkannt.

Wegen der notwendigen Unterdrückung des Immunsystems nach einer Transplantation ist es außerdem möglich, dass vorher okkulte, also versteckte, Krebserkrankungen im Empfänger zu Tumoren anwachsen und metastasieren.

Tröstlich, dass mit dem Wissen auf Tumore die Nachsorge intensiviert ist und Nieren in einigen Fällen auch wieder ausgebaut werden können. Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass 10 Jahre zwischen der Entfernung tumorerkrankter Organe und der Spende liegen sollten. 

Diese und weitere Informationen entstammen folgender Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/niereninsuffizienz/article/847576/organmangel-notloesung-krebskranke-spender.html#.UngnrKTqYKw.facebook

 

14. November 2013

Organhandel und Hirntodzweifel – Video

von kinesiana

Für den Inhalt und die Auswirkungen dieses Videos übernehme ich – wie immer! – keine Verantwortung. Wer die Fakten auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen möchte, kann dies gerne tun. Wer der Meinung ist, dass die Inhalte an den Haaren herbei gezogen sind, darf auch bei dieser Einstellung bleiben. Ich möchte es einfach teilen und mitteilen, dass durchaus Zweifel in Punkto Hirntod und Organspende bestehen und diskutiert werden.

4. November 2013

Video zur Organspende

von kinesiana

Einblicke und Hintergründe – hörenswert!

Inhalte:

Geld und Gewinn, Hirntodüberlegungen, Abstoßungsreaktionen des Immunsystems uvm.