Archive for Juli, 2013

21. Juli 2013

Widerstand beim Öffnen der Augen als Bewusstseinstest

von kinesiana

 

Wie auf dem 23. Meeting der ENS (Europäischen Neurologengesellschaft) vor 3000 Experten bekannt gegeben wurde entdeckte der Komaforscher und Leiter der Coma Science Group einen einfachen Nachweis für Bewusstsein.

Bei Menschen mit eingeschränktem Bewusstsein lässt sich oft ein Widerstand beobachten, wenn versucht wird ihnen die Augen manuell zu öffnen. Nun untersuchten die Wissenschaftler in einer Studie, ob dies als Reflex oder als Zeichen für gewollte Abwehr, also Bewusstsein, zu werten ist.

Bei fast allen untersuchten Patienten wurden Zornesfalten und Hornhautreflexe beobachtet, jedoch nur 22 von 108 zeigten einen Widerstand beim Öffnen der Augen. Die meisten dieser Patienten befanden sich im Wachkoma oder im minimales Bewusstseinszustand. Es stellte sich heraus, dass ihr Bewusstseinsgrad höher war als ursprünglich angenommen.

Prof. Laureys hält es für sehr unwahrscheinlich, dass es sich beim Widerstand gegen das Augenöffnen um einen reinen Reflexmechanismus handelt, sondern er deutet es als Vorzeichen dafür, dass ein Befehl ausgeführt wird.

Da der Bewusstseinslevel bei den meisten Betroffenen meistens schwankt, plädiert Laureys für wiederholte Beurteilungen. Pflegende könnten diesen Test im Alltag einfach wiederholt ausführen, damit ließe sich die Beurteilung einiger komatöser Patienten möglicherweise verändern. (APA/red, 10.6.2013)

Quelle: http://derstandard.at/1369363156044/Komapatienten-Reflex-oder-gewollter-Widerstand

 

 

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21. Juli 2013

Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma

von kinesiana

Prof. Laureys und sein Team, Lüttich/Belgien, konnten in einer Studie mittels Magnetresonanz (MRT) den Unterschied zwischen Hirntod und Wachkoma nachweisen. Die MRI-Daten haben gezeigt, dass bei Wachkomapatienten noch Verbindungen zwischen bestimmten neuronalen Netzwerken gibt, wenn auch weniger als bei Gesunden. Diese Verbindungen seien bei hirntoten Patienten nicht mehr nachweisbar.

Quelle: http://www.medicinebook.de/load.php?name=News&file=article&sid=1432

21. Juli 2013

Organspende für den Lebensunterhalt

von kinesiana

 

Der Aufforderung eines Kommentars komme ich gerne nach. Diese Quellennachweise wurden unter dem Video angegeben:

Quellen/Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Oberender
http://www.trisomie21.de/sterbehilfe_holland.html

Das Video stammt wie einige andere aus http://www.klagemauer.tv

Jeder Zuschauer und Leser bilde sich bitte seine eigene Meinung dazu.

20. Juli 2013

Interessante Umfrage

von kinesiana

Nach den Manipulationen an der Warteliste ist das Vertrauen deutscher Bürger in die Organspende erschüttert. Die DSO  (Deutsche Stiftung Organtransplantation richtet sich nun organisatorisch neu aus – unter anderem sollen Bund und Länder künftig im Stiftungsrat mitbestimmen.

Auf die Frage, o die Änderungen der DSO ausreichen, das Vertrauen der Deutschen in die Organspende zu stärken fiel eindeutig aus:

  • 27,6% der Befragten waren der Meinung, dass die DSO zukünftig gut genug aufgestellt sein wird, um das Vertrauen der Bürger zurück zu gewinnen
  • 71,4% waren der Meinung, dass sich das verspielte Vertrauen nur mit staatlicher Kontrolle wieder aufbauen lässt
  • 2% hatten keine Meinung

Dr. Harald Terpe, Bundestagsabgeordneter der Grünen, bezeichnet die neuen Veränderungen der DSO als „reine Kosmetik“, da die Ministerialbeamten, denen nun das Stimmrecht gewährt wurde, in der Praxis leicht von den anderen Mitgliedern überstimmt werden können.

Sowohl Dr. Terpe als auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordern eine staatliche Rechtsaufsicht.

Quelle: http://www.gerechte-gesundheit.de/debatte/umfragen.html

 

 

20. Juli 2013

Mehr Organspender in Rheinland-Pfalz

von kinesiana

so lautet die aktuelle Schlagzeile u.a. auch im Fokus. Die Zahl der Spenden seit von Januar bis Juni 2013 von 20 auf 28 gestiegen.

http://www.focus.de/regional/mainz/gesundheit-mehr-organspender-im-ersten-halbjahr-in-rheinland-pfalz_aid_1048311.html

Was nicht durch die Medien geht ist folgende Information:

Rheinland-Pfalz gehört zur Region DSO Mitte. Diese besteht aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Insgesamt ist die Zahl der Organspender in der Region Mitte jedoch nicht gestiegen, sondern im Gegenteil gesunken. Am letzten Platz liegt statistisch gesehen das Saarland.

http://www.dso.de/dso/struktur-der-dso/regionen/region-mitte/statistik.html

Das macht deutlich, dass die Krise nicht überwunden, das Vertrauen der Bürger noch nicht wiederhergestellt ist. Neben den Verunsicherungen durch die zweifelhafte Organverteilung im letzten Jahr sind inzwischen auch viele Bürger über die umstrittene Hirntoddefinition verunsichert.

 

 

 

18. Juli 2013

Wie stehen Neurologen zum Hirntod?

von kinesiana

Leider liegt mir die Auswertung des DIVI-Kongresses in Hamburg noch nicht vor. Nähere Angaben hierzu finden Sie hier: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article111878835/Wie-wuerden-Aerzte-beim-Hirntod-am-liebsten-handeln.html

Ja, wir dürfen immer noch gespannt auf die Antworten sein…

Dennoch gibt es Zahlen, hier aus den USA: 2012 wurden dort 500 Neurologen schriftlich befragt, ob für sie der Hirntod mit dem Tod gleichzusetzen sei und welche Kriterien ihrer Meinung nach den Hirntod ausschließen. Hiervon antworteten 44%.
Von den eingegangenen Antworten glaubten nur 27%, dass der Hirntod dem Tod gleichzusetzen sei. Einige von ihnen begründeten ihre Antwort damit, dass der irreversible Verlust des Bewusstseins der Tod des Menschen sei. Andere wiederum argumentierten, dass die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nicht aufrecht erhalten werden können.
Viele Neurologen antworteten, dass gewisse noch bestehende Hirnfunktionen nicht mit dem Hirntod vereinbar seien – wie z. B. EEG-Aktivität, evozierte Potenzialaktivität sowie weiterhin bestehende neuroendokrine Funktionen des Thalamus (Hormon-Stoffwechsel). Für viele der befragten Ärzte ist ein noch vorhandener Blutfluss im Gehirn ebenso wenig mit der Diagnose Hirntod kompatibel wie ein nicht vollständig zerstörter Hirnstamm.
Das Fazit der Befragung lautet diesen Angaben zufolge, dass amerikanische Neurologen sich weder darüber einig sind, ob der Hirntod den Tod darstellt noch sind sie sich bezüglich der diagnostischen Tests vollkommen einig.
Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3310851/

14. Juli 2013

Lied erweckt 7-jähriges Mädchen aus dem Koma

von kinesiana

Es geht zwar nicht um den Hirntod, aber trotzdem finde ich diese Meldung, die ich erst jetzt entdeckte, sehr wichtig.

Nach einer Hirnblutung fiel die 7-jährige Charlotte ins Koma. Die Mutter wurde bereits „auf das Schlimmste vorbereitet“, aber es kam anders. Als man die Mutter darauf vorbereitete, sich von ihrer Tochter zu verabschieden, sang sie ihrer Tochter das Lied „Rolling in the deep“ von Adele am Krankenbett vor – die Kleine erwachte daraufhin das 1. Mal! Die Mutter wiederholte ihren Gesang und nach und nach ging es dem Mädchen immer besser. Hier kann man die unter die Haut gehenden Fotos des Mädchens sehen: http://www.dailymail.co.uk/health/article-2161023/Charlotte-Neve-7-wakes-coma-mother-sings-Adeles-song-Rolling-Deep.html

http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/Adele-Song-weckt-Maedchen-aus-Koma-24673/

Und hier ist das Lied:

 

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9. Juli 2013

Kurz vor der Organentnahme erwacht…

von kinesiana

… ist zufolge des Nachrichtenmagazins http://www.scienceworldreport.com die hirntot geglaubte Caroline Burns.

Elisa Al Pixelio.de

Elisa Al Pixelio.de

Die Ärzte waren bereits dabei, sich auf die Organentnahme vorzubereiten als um Mitternacht die 41-jährige Frau Burns die Augen öffnete. Laut dem U.S. Department of Health and Human Services soll die Hirntoddiagnostik nicht korrekt durchgeführt worden sein (s. HSS-Report). Die Ärzte sollen übersehen haben, dass die Patientin Zehen, Nasenflügel, Mund und Zunge bewegte. Auch soll sie trotz Beatmungsgerät alleine geatmet haben.

Caroline Burns wurde bewusstlos aufgefunden inmitten von Medikamenten wie Xanax, Benadryl, Muskelrelaxantien und Entzündungshemmern. Sie war unterkühlt mit schwachem Puls, aber sie lebte.
Toxikologische Tests ergaben eine Überdosierung und die Fachärzte empfohlen mit Aktivkohle die Medikamente aus dem Körper auszuleiten. Der Bericht zeigt jedoch, dass dies nie stattgefunden hat, ebenso wenig wie die erforderlichen toxikologischen Untersuchungen, die den Restbestand der Medikamente im Körper feststellen sollten.

Trotz einiger Anfälle blieb das CT normal. Eines Tages erklärten die Ärzte dennoch den Angehörigen, dass die Hirnschäden irreversibel seien und die Patientin einen Herzstillstand erlitten habe. Sie trafen daher die Entscheidung, die Organe zu spenden.

Fakt ist diesen Berichten zufolge, dass die Hirnschäden NICHT IRREVERSIBEL waren und auch kein Herzstillstand erfolgt war.

Obwohl Caroline Burns ihren angeblichen Hirntod überlebte, leiteten die Angehörigen keine Klage ein.

Quellen:

http://www.scienceworldreport.com/articles/8026/20130709/patient-caroline-burns-wakes-up-doctor-prepares-remove-organs.htm

http://abcnews.go.com/Health/patient-wakes-doctors-remove-organs/story?id=19609438#.UdxSMvl7KSp

HSS-Report: http://de.scribd.com/doc/148583905/U-S-Centers-for-Medicare-and-Medicaid-Services-report-on-St-Joe-s

4. Juli 2013

Grauzone Organspende

von kinesiana

3. Juli 2013

Wissenschaftler erstellen funktionstüchtiges Lebergewebe aus Stammzellen

von kinesiana

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen menschliches Lebergewebe aus Stammzellen herzustellen.

Takanori Takebe gelang es mit seinem Team menschliches Lebergewebe heran wachsen zu lassen, indem er pluripotente Stammzellen mit anderen Zellen mischte und als 5mm große Gewebeklümpchen in das Gehirn einer Maus verpflanzte (in einem gläsernen Schädel). Dort entwickelte sich daraus menschliches Lebergewebe inclusive Blutversorgung.

Im Bericht der „Nature“ heißt es, dies sei das erste aus pluripotenten Stammzellen hergestellte funktionierende Organ. Davor konnten Organe nur aus embryonalen Stammzellen hergestellt werden, was ethische Kontroversen entstehen ließ. Die pluripotenten Stammzellen (iPS) jedoch werden aus Hautzellen des Patienten entnommen und in einen unspezifischen Zustand umprogrammiert, von dem aus sie sich in jede Zellform entwickeln können.

Laut Takebe übernimmt das Lebergewebe auch die leberspezifischen Funktionen.

Prof. Malcolm Alison, Stammzellbiologe an der Queen Mary University in London, geht davon aus, dass Menschen mit Leberversagen durch diese Mini-Lebern aus Hautzellen geholfen werden kann.

Prinzipiell, so Tabeke, besteht die Möglichkeit auch Nieren, Lungen und Bauchspeicheldrüsenteile so herzustellen – allerdings wird bis dahin noch einige Zeit vergehen.

Quelle: http://medicalxpress.com/news/2013-07-scientists-human-liver-stem-cells.html