Archive for Juni, 2013

28. Juni 2013

Organspende – ja oder nein?

von kinesiana

Nimm deine Organe nicht mit in den Himmel – Diskussionen um eine umstrittene Spende

Ein Zitat aus dem lesenswerten Beitrag des WDR5:

„Der amerikanische Neurologe Alan Shewmon erforschte 12.000 Fälle von Hirntoten, die nicht zur Organspende freigegeben waren. Er fand so viele Patienten, die als Hirntote noch über Jahre weiter lebten, dass er das Hirntod-Konzept nicht länger befürwortet. Shewmon kam zu dem Schluss, das Gehirn steuere nicht allein die Körperfunktionen, sondern die Gesamtheit des Körpers sei daran beteiligt.“

Quelle: http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Lebenszeichen/2012/Manuskripte/130310ms_Mueser.pdf

Zu Wort kamen neben anderen auch Herr Gebhardt Focke, der sein Kind zur Organspende freigab und Frau Prof. Manzei

28. Juni 2013

Wann ist ein Mensch tot?

von kinesiana

Ein interessanter Beitrag aus „Leonardo – Wissenschaft und mehr“ von WDR5:
http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2010/11/Manuskripte/ms101124Wannistmantot.pdf

Teilnehmer:

  • Prof. Eckhard Nagel, ärztlicher Direktor des Uniklinikums Essen und Mitglied im Deutschen Ethikrat
  • Stephan Sahm, Arzt und Medizinethiker
  • Dr. Sabine Müller, Charite Berlin

Erwähnt wird in diesem Artikel u.a., dass der US-amerikanische Bioethikrat 2008 zu dem Schluss kam, dass eine naturwissenschaftliche Begründung des Hirntodes nicht mehr gerechtfertigt sei.

175 dokumentierte Fälle sollen laut diesem Bericht belegen, dass hirntote künstlich beatmete Patienten noch zwischen 1 Woche bis zu 14 Jahre überlebt haben. Hiermit habe sich die Behauptung, der Hirntod sei der Tod des Menschen, als unhaltbar erwiesen.

Die vormals naturwissenschaftlich-biologische Frage nach dem Hirntod wird nun verwandelt in die philosophische Fragestellung, was denn das Leben ausmacht.

27. Juni 2013

Organspender in Gefahr?

von kinesiana

24. Juni 2013

Die Forschung an Alternativen zur Organspende macht Fortschritte!

von kinesiana

Hier geht es zum englischsprachigen Video, leider ließ es sich nicht einbinden: http://landing.newsinc.com/shared/video.html?freewheel=90051&sitesection=nydailynews&VID=24887648

Wissenschaftler wollen den Körper durch seine eigene Regenerationskraft darin unterstützen Organe aus körpereigenem Gewebe nachwachsen zu lassen. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass dem zunehmenden Organmangel hierdurch künftig entgegen gewirkt werden kann. Da auch Gefäße aus eigenen Zellen implantiert werden können, muss in einigen Fällen auch nicht das ganze Organ ausgetauscht werden. Ist z.B. ein Herzkrankgefäß verengt, dann kann man dieses austauschen. Der Einsatzbereich ist groß.
Meiner Meinung nach lohnt sich die Investition in alternative Therapien mit 3-Druckern, adulten (körpereigenen – NICHT zu verwechseln mit embryonalen!) Stammzellen und anderen Innovationen auf jeden Fall!
Vorteile dieser körpereigenen Gewebezüchtungen sind sowohl die schnellere Verfügbarkeit und damit wesentlich verkürzte Wartezeit auf ein Organ als auch der Verzicht auf Immunsuppressiva (das Immunsystem unterdrückende Medikamente, die Transplantierte i.d.R. lebenslänglich einnehmen müssen, damit das neue Organ nicht abgestoßen wird).

Weitere Informationen hierzu auch hier:

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/AG-Whole-Heart-Tissue-Engineering.119122.0.html

24. Juni 2013

Etat für Organspendewerbung 2013 aufgestockt

von kinesiana

FragezeichenIm Jahr 2012 waren 2,5 Millionen Euro für Organspende-Werbung veranschlagt, jetzt im Jahr 2013 sind es bereits 8,5 Millionen Euro.

http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/R/Reden/110909_Rede_Bundeshaushalt.pdf

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/11/2012-11-20-BMG-Haushalt.html

http://www.gerechte-gesundheit.de/news/archiv/detail/news-eintrag/2012/928.html

12.000 kranke Menschen warten auf ein Organ. Diesen muss geholfen werden. Um die Spenderzahlen zu erhöhen setzt die Regierung auf eine „Aufklärungs-“ bzw. Informationskampagne.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass an Alternativen zur Organspende teilweise bereits erfolgreich gearbeitet wird!

 

900.000 Euro sind für die Pflege-Forschung geplant, um Pflegebedürftige künftig besser versorgen zu können.

 

„Die Förderung der Kindergesundheit entfällt gänzlich, dort werden 650.000 Euro eingespart.“

http://www.gerechte-gesundheit.de/news/archiv/detail/news-eintrag/2012/928.html

 

Wieviel Geld verschiedene Forschungszweige erhalten, die sich u.a. mit Alternativen zur Organspende beschäftigen, kann man in der Förderprojektdatenbank nachlesen, indem man z.B. den Begrif „tissue engineering“ in die Suchmaske eintippt:

http://www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/Datenbank/foerderprojektdatenbank.html?

 

Sollten sich in meine Recherchen Fehler eingeschlichen haben, bitte ich a) um Entschuldigung und b) um freundliche

Korrektur. Danke.