Archive for März, 2013

24. März 2013

Organspende und Euthanasie

von kinesiana

Belgien ist offiziell weltweit führend in der Organentnahme nach Euthanasie. Diesem Bericht zufolge hat sich diese Praxis etabliert und es besteht die Hoffnung, dass mit dieser Organspendeoption weitaus mehr Organe für die Empfänger zur Verfügung stehen könnten als dies bisher der Fall ist. Für diese Menschen sei es die Chance noch nach ihrem Tod anderen Menschen zu helfen. Ausgenommen seien natürlich die Organe von Menschen, die sich aufgrund eines Krebsleidens Sterbebeihilfe leisten lassen und damit als ungeeignete Spender gelten.

In einer bioethischen Zeitschrift wird von 2 Wissenschaftlern die Frage aufgeworfen, warum die Chirurgen auf den Tod des Patienten warten sollten. Eine Alternative sei es, den Patienten, der Sterbehilfe wünscht, zu betäuben und ihm anstelle von lebensverlängernden Maßnahmen Organe incl. Herz und Lunge zu entfernen. Nach der Herzentnahme würde dann auch der Hirntod eintreten. Auf diese Weise könnten Organe in besserer Qualität zur Verfügung stehen, da keine Phase der verminderten Durchblutung auftrete. *1

Quellen:

*1 http://www.nationalrighttolifenews.org/news/2013/03/belgium-becomes-world-leader-in-organ-removal-after-euthanasia-as-oxford-academics-suggest-the-practice-could-generate-2200-more-organs-a-year-in-uk/#.UU9TPhw3u8E

Originalartikel der beiden Wissenschaftler (engl.): http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3267048/

 

Video: http://www.sevenload.com/videos/511680ce5a1cb35c410013df

Übrigens gilt in Belgien die Widerspruchslösung für Organspende, d. h. wer nicht zu Lebzeiten einer Organentnahme widersprochen hat, der gilt als Organspender (nach Hirntod).

Die Sterbehilfe wird übrigens in Belgien auch für Minderjährige diskutiert.

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2017585/

24. März 2013

Ist die Organspende alternativlos?

von kinesiana

Vielfach wurde schon berichtet vom Tissue Engineering, vom Organ- und Gewebedruck, der Arbeit mit adulten Stammzellen, die dann Organfunktionen annehmen können usw. – Organe werden mit höchst ausgefeilter Technik künstlich hergestellt. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden, aber alle haben eins gemeinsam: Die Forschung ist höchst aufwändig und kostet viel Geld!

Eines dieser Forschungsinstitute ist Organovo. Seit 2010 waren die Zahlen laut dieses Berichts rückläufig. Ab diesem Jahr (2009-2010) druckte Organovo die ersten Blutgefäße. Wurde diese wichtige Arbeit, die möglicherweise langfristig Menschen das Leben retten kann, indem Organe und Gewebe künstlich hergestellt werden, nicht öffentlich finanziert?

Glücklicherweise beteiligte sich ein privater Investor mit $ 6,5 Millionen, so dass die Forschungen fortgesetzt werden konnten.

Nun entwirft Organovo eine Win-Win-Situation:

Das Forschungsinstitut strebt Kooperationen mit Pharmafirmen an, die ihrerseits die gedruckten Zellen für den Test neuer Medikamente nutzen können und Organovo möchte aus den Erlösen weiterhin die Forschung am 3D-Druck von Organen finanzieren. Sehr begrüßenswert, denn mit dieser Form des Organersatzes müssten keine Immunsuppressiva eingenommen werden und der Organmangel wäre relativiert – sobald die Technik weit genug entwickelt und sicher genug ist…

Quelle: http://3druck.com/objects/tissue-engineering-soll-beim-test-neuer-medikamenten-helfen-313597/

Gefördert werden soll hingegen die Werbung zur Organspende – lesen Sie bitte selbst: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51613/Gesundheitsetat-2013-mehr-Geld-fuer-Kampagne-zur-Organspende