Sichtweisen – Hirntodfeststellung in der Türkei

von kinesiana

Wie in einem Artikel der Konrad-Adenauer-Stiftung nachzulesen ist, werden in der Türkei völlig andere Grundsätze bei der Hirntoddiagnostik und der Einwilligung zur Beendigung einer Therapie oder Organspende angewandt als in Deutschland.
Eine vierköpfige Kommissison, bestehend aus je einem Neurologen, Kardiologen, Anästhesisten und einem Neurochirurgen müssen einstimmig zu dem Ergebnis kommen, dass das Ausbleiben der Hirnstammreflexe incl. Apnoetest sowie das Fehlen sämtlicher Motorik und Bewusstseinsreaktionen den absoluten und irreversiblen Hirntod bestätigen. Hierzu gehört in der Türkei auch eine Todesfeststellung durch Laboruntersuchungen. Steht der Befund eines Patienten im irreversiblen Koma fest, dann müssen diese Bedingungen 12 Stunden anhalten, ohne sichere Ursache muss 24 Stunden beobachtet werden.
Nach eingetretenem Hirntod ist es in der Türkei üblich, dass die Angehörigen darüber entscheiden dürfen, ob die Aufrechterhaltung der lebenserhaltenden Maßnhamen nun beendet werden sollen und ob Organe gespendet werden sollen.

Übrigens lag zum Zeitpunkt des Artikels auch in der Türkei ein Gesetzentwurf vor, der den Vorschlag enthielt, dass wie z.B. in Deutschland nur noch 2 Ärzte den Hirntod feststellen müssen. Dieser wurde jedoch bis dahin abgelehnt, da die Entscheidung zwischen einem reversiblen und einem irreversiblen vegetativen Zustand nicht so einfach getroffen werden könne…

Quelle: http://www.kas.de/upload/dokumente/2007/gentechnologie1_neu.pdf

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