Erste Ergebnisse des Spitzentreffens

von kinesiana

NEWS: Wie die Berliner Morgenpost berichtet, soll der Organspende-Skandal zu den Akten gelegt werden.

Besprochen wurden folgende Themen:

  • Kontrollen sollen verschärft werden
  • Manipulationen sollen härter bestraft werden
  • alle Transplantationszentren sollen künftig regelmäßig unangekündigt kontrolliert werden
  • bisher geheim gehaltene Prüfberichte der Bundesärztekammer sollen 1 mal jährlich veröffentlicht werden
  • Streichung von Bonuszahlungen
  • Beteiligung von mindestens 3 Ärzten an der Entscheidung „Mehr-Augen-Prinzip“
  • bessere Dokumentation von Transplantationen in Eilfällen unabhängig von der Warteliste
  • Bund und Länder erhalten Sitz und Stimme bei der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation)

Die Organspende ganz in staatliche Hände zu legen, wie von Patientenschützern und der Opposition gefordert, lehnte Daniel Bahr ab.

Kritische Stimmen:

  • Johannes Singhammer/CDU spricht vom ersten Schritt, dem ein großer Sprung folgen muss. Er kritisiert, dass die ca. 50 Transplantationszentren weiterhin nach Fallpauschalen bezahlt werden und fordert eine klare staatliche Aufsicht.
  • Martina Bunge/Die Linken ist der Meinung, die Entscheidungen über Organsisation, Verwaltung und Vergabe von Organen müsse der öffentlichen Kontrolle unterliegen
  • Harald Terpe/die Grünen kritisierte: „Die Vorschläge sind pure Kosmetik.“
  • Von der Deutschen Hospizstiftung wird Bahr Flucht vor der Verantwortung vorgeworfen.
  • Kathrin Vogler/Die Linken findet die Ankündigung schärferer Kontrollen durch die Gremien der Ärzteschaft nicht glaubwürdig, denn diese wussten schon lange von den Vorfällen, wurden aber erst als die Presse Wind bekam, aktiv

Die Berichte der Prüfkommission wurden von der Bundesärztekammer erstmals veröffentlicht. Hierin heißt es, zwischen 2000 und 2011 seien bei 50.739 Transplantationen 31 Verstöße festgestellt worden, von denen 21 den Behörden gemeldet wurden.

Allerdings räumt der Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery ein, dass nur Stichproben untersucht wurden und die neuen Fälle in der Statistik nur teilweise enthalten seien.

Stichproben seien aber – so Eugen Brysch – jedoch nur bei ca. 1-5% der Transplantationsfälle durchgeführt worden…!

Quellen:

http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/agenturmeldung?id=gkv-agenturmeldungen-275

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/organspende-bahr-sagt-mehr-staatliche-kontrolle-zu-a-852253.html

http://www.stern.de/news2/aktuell/mit-kontrollen-gegen-missbrauch-bei-transplantationen-1885160.html

http://www.welt.de/newsticker/news1/article108809269/Mit-Kontrollen-gegen-Missbrauch-bei-Transplantationen.html

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