Forderung nach Organisation auf Bundesebene

von kinesiana

Rüdiger Strehl, der Generalsekretär des Verbandes der Unikliniken Deutschlands, wirft die Frage nach dem Vertrauensstatus deutscher Spitzenmediziner auf. Nach dem Skandal wird mehr Kontrolle und eine neue Ethik gefordert.

Obwohl bereits 2006 der Prüfbericht der Bundesärztekammer bei den Transplantationsmedizinern heftig diskutiert wurde, sei im Berufungsverfahren von den Gutachtern 2009 im Götinger Skandal in keinster Weise auf die Anschuldigungen gegen den Hauptverdächtigen im Fall Regensburg eingegangen worden. Es handele sich hierbei um Hochschullehrer. Wussten sie nichts von der Tätigkeit des Arztes in Regensburg? Bis heute haben die Gutachter, so Strehl, dazu nicht Stellung bezogen. So wird der Ruf nach unabhängigen Gutachtern lauter.

Auch habe die Bundesärztekammer die Akten über Monate selbst untersucht, ohne weitere Instanzen einzuschalten.

Ein weiterer Punkt, den der Autor in dem besagten Artikel hinterfragt, sind die finanziellen Anreize in der Hochleistungsmedizin. Bekannt ist, dass mit dem Hauptverdächtigen abhängig von der Anzahl der Lebertransplantationen variable Vergütungen vereinbart waren.

Interessante Hintergründe mit Einblicken hinter die Kulisse können Sie in der Neuen Zürcher Zeitung nachlesen:

http://www.nzz.ch/meinung/debatte/mehr-vernunft-in-der-transplantationsmedizin-1.17516890

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