Archive for Juli, 2012

21. Juli 2012

Ärzteumfrage Lebensrecht zum Göttinger Klinikskandal in der Organtransplantation

von kinesiana

Wie können Ärzte + Christen jetzt helfen?

zum aktuellen Göttinger Klinikskandal wegen des Bestechungsaffäre bei Lebentransplantationen haben wir als Ärzte reagiert:

1)  Sonderseiten  auf www.bkae.org  (Newskasten oben rechts) und auch bei www.epld.org

2)  eine Umfrage an alle unsere ÄRZTE und Medizinstudenten, welche Schlüsse wir aus diesem publik gewordenen Klinikskandal ziehen sollen.

Es geht hier nicht um bloße Ärztekritik und Empörung!
Wir wollen konstruktiv zu einer Verbesserung + Vorbeugung beitragen.
Für das Leben, für mehr Menschenwürde und Lebensrecht in den Kliniken und in der Medizin.

Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen zu folgenden Fragen freuen:

 

– Welche Fallen und Gefahren sehen Sie im derzeitigen System der Organtransplantation?

– Gibt es noch andere Möglichkeiten der Bestechung?

– Wo sollen wir Prolife-Ärzte (EPLD, BKÄ, Ad-Hoc-Gruppe) nachhaken (lassen), um hilfreiche Hinweise an Politiker und Ärzteorganisationen zu geben?

– Wie steht es mit der Aufmerksamkeit / Wachsamkeit gerade von christlichen Ärzten und Medizinstudenten (Klink!) im Zusammenhang mit der heutigen Transplantationsmedizin?

Haben Christen, Katholiken, eine besondere Aufgabe im Blick auf das in sie gesetzte VERTRAUEN in Sachen Verfall der Sitten und der ärztlichen Ethik?

– Wie kann in der heutigen Situation konstruktiv und positiv gegengesteuert werden?

 

Kurz und bündig, danke für Ihre Mithilfe!


Mit freundlichen Sommergrüßen aus München
Ihr

 

Dr. (I) Gero Winkelmann

Leiter der EPLD-Ärztevereinigung Lebensrecht und des Bund Katholischer Ärzte,

Initiator der „Ärztl. Ad-Hoc-Gruppe Hirntod“

Truderinger Str. 53

D-82008 Unterhaching

Tel. 089 – 6150 1717

www.epld.org

www.bkae.org

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20. Juli 2012

Dutzende Akten gefälscht – Medizinskandal

von kinesiana

Es geht durch die Nachrichten und auch hier darf es nicht unerwähnt bleiben: Der bislang größte bekannte Betrug im Bereich Organspende wurde jetzt aufgedeckt. Damit Patienten schneller an eine Spenderleber bekommen konnten, wurden dutzende von Akten gefälscht, wahrscheinlich gegen Geld. Erst einen Monat ist es her, dass der ehemalige Chefarzt der chrirurgischen Abteilung des Klinikums Göttingen gegen eine hohe Geldsumme einem russischen Patienten zu einer Spendeleber verholfen hat. Nun sind bereits 25 weitere Fälle bekannt, in denen dieser Betrug stattfand. Blutwerte wurden gefälscht, Akten manipuliert. Staatsrechtprofessor Hans Lilie ist sich ebenso sicher wie die Klinikleitung, dass mehrere Menschen am Werk gewesen sein müssen.
Noch ist nicht sicher, ob andere Menschen zu Schaden kamen oder gar gestorben sind und ob Geld geflossen ist.
Der medizinische DSO-Vorstand Prof. Günter Kirste bereichtete, dass sich bei der DSO niemand habe vorstellen können, dass in ihren Kollegenkreisen solche Dinge geschehen. Gesundheitsminister Daniel Bahr fordert eine schonungslose Aufklärung des Skandals.

Verwunderlich ist, dass dieser Skandal nicht zwangsläufig strafrechtliche Folgen nach sich zieht, denn in der Regel werden Verstöße gegen die Richtlinien des Transplantationsgesetzes nicht strafrechtlich behandelt. Einen juristisch bedeutsamen Nachweis dafür zu erbringen, dass ein Patient durch die Mainpulation benachteiligt wurde, ist nicht einfach.

Erstaunlich ist auch, dass der unter Verdacht stehende Oberarzt schon seit einigen Jahren durch Verstöße aufgefallen ist. Am Uniklinikum Regensburg soll er schon 2006 eine Leber nach Jordanien verschafft haben und die Stiftung Eurotransplant nicht darüber informiert haben, dass der Empfänger nicht auf seiner Station liegt, sondern in Jordanien lebt. Dennoch wurde er 2008 Leiter der Transplantationschirurgie in Göttingen.

Quellen:

http://www.stern.de/gesundheit/medizinskandal-am-goettinger-universitaetsklinikum-lebertransplantation-gegen-geld-1861476.html

http://www.aerztezeitung.de/news/article/818379/organspende-skandal-goettinger-uniklinik.html

 

5. Juli 2012

Interview mit einer ehemaligen Krankenschwester

von kinesiana

Die Soziologieprofessorin A. Manzei berichtet aus ihrer Erfahrung als Krankenschwester über die Themen Hirntod, Sterben und Alternativen zur Transplantation. 15 Jahre hat sie auf einer Intensivstation mit Komapatientin gearbeitet und weiß wovon sie spricht.

Sie bereitete in ihrem Team u.a. auch Hirntote auf die Organentnahme vor. Warum sie der aktuell laufenden Initiative zur Organspende kritisch gegenübersteht, erläutert sie in einem hoch interessanten Interview: http://en.gloria.tv/?media=295439

 

4. Juli 2012

„Arglistige Täuschung“

von kinesiana

Auf diesen Leserbrief in der Odenwälder Zeitung möchte ich gerne verweisen: http://www.wnoz.de/index.php?WNOZID=fff063d9c381531df3e17ca7ff199807&kat=115&artikel=110070336&red=27&ausgabe=

Es wird darin Bezug genommen auf das 5. Gebot: Du sollst nicht töten! Wie soll ein Christ mit dem Thema Organspende umgehen, da es sich doch um einen Akt der Nächstenliebe handelt, nach dem Tod seine Organe anderen zum Leben zu geben?

Aber ist der Spender wirklich tot, wenn er, damit er nicht zuckt, eine Narkose bekommen muss (freiwillig), wenn Blutdruck und Puls in die Höhe schnellen, sobald das Skalpell angesetzt wird? Kann ein Toter diese Stressreaktionen zeigen?

Dieser Leserbrief wirft diese Frage erneut auf…

 

 

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