Archive for April, 2012

27. April 2012

Stammzellen – eine Alternative zur Organspende?

von kinesiana


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27. April 2012

Von 4 Ärzten für tot erklärt!

von kinesiana

Wie BBC und die Daily Mail berichten, lebt Steven Thorpe entgegen der Aussagen von 4 Ärzten, die ihn mit 17 Jahren für hirntot erklärt hatten. Er selbst ist dankbar für seine 2. Chance, ist aber besorgt darüber, dass mehr als ein Facharzt ihn aufgegeben hatten…

Seine Eltern, denen schon nahegelegt wurde über Organspende nachzudenken, glaubten jedoch nicht an den Tod ihres Sohnes. An seinem Krankenbett nahmen sie wahr, dass er „da“ war und auf sie reagierte. Daher verweigerten sie das Abstellen der Geräte und lehnten eine Organspende ab. Stattdessen zogen sie einen unabhängigen Neurochirurgen hinzu, der noch Hirntätigkeit entdecken konnte.

2 Wochen später erwachte Steven aus dem Koma. Heute befindet er sich in einer kaufmännischen Ausbildung.

Auf eine Klage verzichtet er, möchte aber mit seiner Geschichte zur Aufklärung beitragen und anderen Menschen helfen. Bitte – gerne!!

Video (engl.): http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-17757112

Quelle dt.: http://www.kath.net/detail.php?id=36293

 

 

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27. April 2012

Kardinal Woelki fordert eine transparente Debatte über den Todeszeitpunkt des Menschen

von kinesiana

Wie die Katholische Sonntagszeitung des Bistums Berlin berichtet ermahnt Rainer Maria Kardinal Woelki, das Hirntod-Kriterium auf den Prüfstand zu stellen. Der Tod sei für Christen gleichbedeutend mit der Trennung von Leib und Seele, allerdings bestehen Zweifel daran, ob das bei als hirntot diagnostizierten Menschen wirklich der Fall sei. Der Erzbischof erklärte: “Denn der Mensch darf niemals als Mittel zum Zweck missbraucht werden, auch wenn das Ziel ein solches hehres ist, wie das Leben eines anderen zu retten und zu verlängern”
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24. April 2012

DSO – Schwarzer Peter und Diskussionsstoff…

von kinesiana

Nach einem halben Jahr Unruhen und einer Betriebsprüfung trat nun einer der DSO-Vorstände, Thomas Beck, zurück.

Vier Dienstwagen in sechs Jahren, finanziert von Krankenkassenmitgliedern. Leider ist das nicht das einzige Problem. Man schiebt sich gegenseitig den „schwarzen Peter“ zu, wer denn nun für die sinkende Zahl der Organspender verantwortlich zu machen sei.
Dem medizinischen DSO-Vorstand Günter Kirste wird unterstellt, seine Mitarbeiter mit seinem „Führungsstil nach Gutsherrenart“ zu demotivieren und die Ärzte in den Kliniken abzuschrecken, potentielle Organspender zu melden. Kriste wiederum beschuldigt die Kliniken und macht auch die für die Organentnahme kontraproduktiven Patientenverfügungen verantwortlich, die Intensivmaßnahmen ausschließen.
Wiederholt soll der medizinische DSO-Vorstand in diesem hochsensiblen im ethischen und juristischen Grenzbereich agieren. Laut einem Brief vom 19. März an die Bundestagsfraktion zieht Kirste indirekt in Erwägung, dass die potentiellen – noch nicht hirntoten – Organspender zum Zweck der Organspende (!) beatmet werden sollen.

Der ehemalige geschäftsführende Arzt der DSO Gundolf Gubernatis hält das für völlig inakzeptabel, da die künstliche Beatmung schwere Folgen haben kann. Sollte wider Erwarten kein Hirntod – die Voraussetzung für eine Organspende – eintreten, könnte der Patient dadurch ins Wachkoma fallen und zum Pflegefall werden. Wie Gubernatis sehen auch viele andere Ärzte und Ethiker solche gravierenden Eingriffe bei nicht-hirntoten Patienten als Grenzüberschreitung an.

Nachzulesen: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/organspende-vorstand-der-organspende-stiftung-zurueckgetreten-1.1339223

24. April 2012

Und noch ein Video

von kinesiana

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10. April 2012

Honorar für Hirntod-Diagnostik

von kinesiana

Ist die Vergütung der DSO abhängig vom Ergebnis der Untersuchung?

Hierüber streiten derzeit der VLK (Verband Leitender Krankenhausärzte) mit der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation). Der Transplantationsbeauftragte Prof. Gundolf Gubernatis hat kritisiert, dass die DSO den 2. Hirntoddiagnostiker, wenn er aus der Klinik des potenziellen Spenders stammt, nur dann vergütet, wenn der Hirntod festgestellt wird.

Daraufhin beantragte die DSO eine einstweilige Verfügung gegen Gubernatis und forderte wegen Ruf schädigender Tatsachenbehauptungen 15.000 Euro – das Langericht Frankfurt wies diese Verfügung zurück. Dennoch ist nach Angaben der DSO eine Klage in Vorbereitung.

Die DSO stellte nun gegen den VLK bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine Strafanzeige wegen Abgabe falscher eidesstaatlicher Versicherungen in diesem Zusammenhang. Es handle sich um eine Diskreditierung des Transplantationsbeauftragten, deren Ziel es sei, Systemkritiker mundtot zu machen, so der VLK-Präsident Prof. Weiser. Obwohl Gubernatis laut VLK-Geschäftsführer Gerd Norden seine Äußerungen belegen kann, streitet dies die DSO ab. Die DSO-Sprecherin Birgit Blome sagt, dass jeder Arzt unabhängig vom Ergebnis des Hirntodes honoriert wird.

Ob nun möglicherweise erst nach der Klage im März der Vergütungsmodus neu geregelt wurde – so Gubernatis, prüft das Gericht.

Gleichzeitig prüfen die Anwälte der DSO nun rechtliche Schritte gegen den VDK, wenn dieser seine „schwer wiegende, ja Menschleben gefährdende Aussage“ wiederholt.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/chirurgie/?sid=460530

10. April 2012

Interview mit Alan Shewmon, Neurologe und Bioethiker

von kinesiana

Alan Shewmon vertritt die Ansicht, dass der Wunsch mehr Organe für die Transplantation zur Verfügung zu haben, sich manipulativ auf die Hirntoddebatte auswirkt. Um einen Interessenkonflikt zu vermeiden, wird auch in den Diagnoseprotokollen verlangt, dass die den Hirntod diagnostizierenden Ärzte nicht am Transplantationsvorgang beteiligt sein dürfen – das ist der auf dem Papier festgelegte Schutz vor Missbrauch.

In diesem Interview erläutert er die Entstehung des Begriffs „Hirntod“ und erläutert die verschiedenen „Todesdefinitionen“.

An dieser Stelle möchte ich sein Schlusswort zitieren:

„Mein In­ter­es­se an dem Thema wurde stets vom Grund­satz wis­sen­schaft­li­cher Sorg­falt und Ex­akt­heit be­stimmt. Wenn man die Viel­zahl der Ar­ti­kel und Stu­di­en zum Hirn­tod der glei­chen Art von wis­sen­schaft­li­cher Ge­nau­ig­keit, von Peer-Re­view-Be­gut­ach­tung und evi­denz­ba­sier­ten Kri­te­ri­en aus­setz­te, wie es mit allen an­de­ren wis­sen­schaft­li­chen Fra­gen ge­schieht, dann wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind.“

Das komplette Interview ist nachzulesen auf http://www.schattenblick.de/infopool/medizin/report/m0ri0001.html