Archive for November, 2011

28. November 2011

Noch eine Fehldiagnose, Non heart-beating donor

von kinesiana

Stell dir vor, du wirst wach und liegst im OP – zur Organentnahme…

So geschehen auch in Frankreich. Ein 45jähriger Mann hatte in Paris einen Herzinfarkt und konnte an Ort und Stelle trotz aller Bemühungen des Rettungsdienstes nicht reanimiert werden. Daraufhin wurde er in die Klinik Pitie Salpêtrière eingeliefert, in der Organe schon nach einem Herzstillstand entnommen werden dürfen. Nach 90 Minuten schon lag der Mann im OP – bereit zur Organentnahme. Gerade noch rechtzeitig begann er wieder zu atmen und seine Pupillen reagierten wieder auf Licht. Das war seine Rettung in letzter Sekunde!

Dieser Mann kann heute wieder sprechen und laufen.

Ein Einzelfall? Nun, auch diesen Einzelfall hätte es nicht gegeben, hätte er sich auch nur wenige Minuten später regeneriert… Es ist und bleibt einfach ein Mensch, über den hier verfügt wird und genau das wird auch an diesem Beispiel deutlich. Ein Mensch reagiert individuell und braucht seine individuelle Zeit für eine individuelle Situation. Da kann man nicht – auch nicht mit dem Argument, anderen Menschen damit das Leben zu retten – einfach eingreifen auf Grundlage mediznischer Berechnungen. Das Herz dieses Mannes hat länger stillgestanden, seine Atmung länger ausgesetzt, als die Überlebensfähigkeit physiologisch-wissenschaftlich möglich gewesen wäre. Wissenschaftlich war dieser Mann irreversibel tot. Aber als Mensch war er es trotz Sauerstoffmangel ganz offensichtlich nicht! Dieser Mann lebt, obwohl es doch nicht möglich ist nach derzeitigem Erkenntnisstand.

Das Pilotprojekt, als „Non heart-beating donor“ bekannt, soll die Wartelisten der Menschen verkürzen, die auf Organe warten. Anders als derzeit noch in Deutschland, erlauben Großbrittannien, Belgien, Spanien, Holland, Schweiz, Österreich und einige Staaten der USA die Entnahme eines Organs schon nach einem Herzstillstand…

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,559972,00.html

 

 

 

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27. November 2011

Weitreichende Irrtümer

von kinesiana

Es kann nicht genug auf Einzelfälle hingewiesen werden, die schon für hirntot erklärt wurden, aber noch beatmet und kreislaufstabilisiert wurden, weil sie zur Organspende freigegeben waren.

Hier nun nochmals einige, die aus verlässlichen Quellen bekannt wurden:

  • Dr. Schiel, Neurolog. Uniklinik Dresden, stellte auf der ANIM99 folgenden Fall vor: Ein Neurologe wurde zu einem 63jährigen Patienten gerufen, der ohne Analgosedierung keinerlei Reflexe und keinen Atemantrieb mehr zeigte. Nach der klassischen Hirntoddefinition galt er als tot. In Deutschland genügt es, die von ihm durchgeführte Untersuchung vorzunehmen und diese nach einem vorgegebenen Zeitraum zu wiederholen – Ausnahmen und korrekte Voraussetzungen und Durchführungsrichtlinien sind bitte im TPG nachzulesen. Ein (nicht zwingend zur Hirntoddiagnostik vorgeschriebenes!) EEG machte den Neurologen jedoch stutzig und es wurden daraufhin weitere Untersuchungen vorgenommen und ein fulminant verlaufendes Guillain-Barré-Syndrom diagnostiziert. Der Patient konnte später mit einer inkompletten Tetraparese in die Rehabilitation verlegt werden.
  • Ebenfalls berichtete Dr. Schiel von einer 50jährigen Patientin mit einem komplex-fokalen Status epilepticus, die zunächst narkotisiert wurde und auf eine Dosisreduktion erneut in einen Status epilepticus kam, weswegen sie 3 Tage lang Thiopental erhielt – bis ein Nullinien-EEG auftrat. Die Substanzen waren 4 Tage nach Absetzen nicht mehr in der Serum-Kontrolle nachweisbar und nach 2 weiteren Tagen war die Patientin nach klassischen und EEG-Kriterien hirntot. Zum Glück wurden weder die Apparate abgeschaltet noch eine Explantation vorgenommen, denn nach weiteren 4 Tagen erwachte die Patientin und erholte sich vollkommen von ihrer Erkrankung.

Quelle: http://extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/1999/MT-Klinik/Ht_04/HT04_Seite05.pdf

  • Frau Val Thomas hatte 17 Stunden ein Null-Linien-EEG. Da sie zur Organspende am Leben gehalten wurde, hatten die Angehörigen noch die Gelegenheit sich von ihr zu verabschieden. Die Dame erwachte wieder zum Leben – nachzulesen hier: http://www.foxnews.com/story/0,2933,357463,00.html
  • Diese junge Frau erklärt in einem Leserbrief, dass sie nach ihrer schweren Verletzung zwar (noch) nicht als hirntot diagnostiziert wurde, aber trotzdem schon auf ihren Tod gewartet und an ihrem Bett von ihren „Ersatzteilen“ gesprochen wurde, die eine gute Verwendung fänden. In ihrem Fall verhinderte ihr Mann, der sie nicht alleine ließ, dass ihr die lebensrettenden Maschinen nicht abgestellt wurden. Quelle: http://sonnenstrahl_o.beepworld.de/organentnahme.htm
  • Nicht „nur“ als hirntot, sondern komplett tot diagnostiziert wurde eine 83jährige Dame im polnischen Jabolowo. Gerade noch rechtzeitig im Leichenschauhaus wurde sie wach…: http://www.welt.de/vermischtes/article3919912/Fuer-tot-Erklaerte-wacht-im-Leichenschauhaus-auf.html
27. November 2011

Video mit vielseitigen Aspekten zur Organspende

von kinesiana

Werner Hanne hinterfragt in diesem Video ausführlich die spirituell-seelischen Aspekte einer Organspende. Er geht auf das Prozedere der Organentnahme ebenso ein wie auf die derzeit diskutierten Beschlüsse der Bundesregierung.

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26. November 2011

Komapatienten sind fühlende Menschen!

von kinesiana

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Eine Familie ringt um das Leben des jungen Menschen, der von einem Auto angefahren wurde und dann mehrere Monate im Koma lag. Große Chancen räumten die Ärzte dem  jungen schwerverletzten Mann nicht ein, doch sehen Sie selbst die Belohnung für Hoffen, Bangen und Glauben!

http://www.stern.de/tv/sterntv/wachkoma-patient-rolf-battram-der-schwierige-weg-zurueck-ins-leben-1754328.html

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21. November 2011

Organhandel im Sinai – Nachrichten Print – DIE WELT – Politik – WELT ONLINE

von kinesiana

Dieser Bericht ist einfach nur gruselig und bereitet jedem mitfühlenden Menschen Bauchschmerzen. Wer bitte möchte auf diese Weise beschaffte Organe haben?

Der Organhandel in jeglicher Form ist einfach nur grausam und menschenunwürdig. Er ist ein Riesengeschäft und so etwas wie Gewissen oder Menschenwürde gibt es nicht mehr…

Organhandel im Sinai – Nachrichten Print – DIE WELT – Politik – WELT ONLINE.

17. November 2011

Doku heute, Donnerstag Abend

von kinesiana

Heute Abend um 22.35 auf MDR wird die Dokumentation „Organ gebraucht“ ausgestrahlt.

Bezeichnend finde ich den Titel der Sendung „Organ gebraucht“, wo es doch in diesem Beitrag vorwiegend eigentlich um eine 45-jährige Frau geht, die morgens zusammenbricht, eine Gehirnblutung hat und nach einer Operation ins Koma fällt. Diese Frau wird von Anfang an als Organspenderin in betracht gezogen und auf manche Zuschauer wirkt es auch schockierend, dass nachdem die erste Hirntoddiagnose nicht gelungen ist, weil sie noch Lebenszeichen zeigt, nicht die Hoffnung geschöpft wird doch noch alles menschenmögliche für sie zu tun, sondern einfach die Untersuchung am nächsten Tag wiederholt werden soll.

Für mich und meine Angehörigen würde ich mir wünschen, dass jeder Hauch von Hoffnung seinen Platz bekommt und im Vordergrund die Energie steht, dem nun leidenden Patienten zu helfen und ihn nicht als potenziellen Organspender zu betrachten… Man könnte es auch als ernüchternd betrachten, dass der Weg in den OP zur Organentnahme völlig sachlich betrachtet wird und anstelle von Trauer für diese Frau sofort das Gefühl der Dankbarkeit für den Empfänger ihrer Organe tritt…

Wenn schon keine Rettung mehr möglich sein sollte, dann möchte ich doch bitte nicht in den OP gefahren und ausgenommen werden, sondern in Ruhe und Würde in Anwesenheit meiner Angehörigen sterben dürfen.

Wie weit ist ein Mensch noch ein Mensch? Ab welchem Zustand des Bewusstseins ist sein Leben weniger wert als das eines anderen? Und wer weiß überhaupt wieviel Bewusstsein noch da ist, das nicht im Gehirn lokalisiert ist?

Ich wünsche mir auch für die kranken wartenden Menschen Hilfe, aber sicher nicht in dieser Form, sondern in der Ausschöpfung aller alternativen Ressourcen, die bereits zur Verfügung stehen und mit Fördergeldern marktfähig gemacht werden könnten…

Der Link zum Video zum Gleichschauen im Internet:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/10/23/tag7.xml

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16. November 2011

Glukosetransporter gegen Hirnödeme

von kinesiana

Auf der Fachmesse Medica 2011 präsentierten Dr. Serge Thal, Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz und Frau Prof. Carola Förster, Universität Würzburg, ihre Entdeckung: den bisher noch nicht bekannten zerebralen Glukosetransporter. Hiermit können sich Hirnödeme schon in ihrem Entstehungsprozess verringern lassen. Die Hirnschwellung tritt häufig nach einer Hirnschädigung wie Schlaganfall oder Schädelhirntrauma auf und gilt bisher als schwer behandelbar. Wenn es zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Gehirn kommt, kann der befürchtete Hirntod eintreten. Der neue Ansatz ermöglicht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“, die Zuckeraufnahme im Gehirn nach einer traumatischen Schädigung zu regulieren und durch die hygroskopische Wirkung ein entstehendes Hirnödem zu reduzieren.

Wenn viele Patienten daraus Nutzen ziehen sollen benötigt man allerdings eine Anschubfinanzierung, damit die Idee zur Marktreife gelangen kann.

Quelle: http://www.gesundheit-adhoc.de/index.php?m=1&showPage=1&id=11424

8. November 2011

Podcast: Warum der Hirntod nicht der Tod sein kann…

von kinesiana

Cornelia Menichelli Pixelio

… erklärt in diesem hochinformativen Podcast Dr. Paolo Bavastro – und der muss es wissen, denn er begleitete eine schwangere Patientin mit der Diagnose Hirntod 84 Tage bis zur Geburt ihres Kindes. Können Tote Kinder bekommen? Wie lässt sich das vereinbaren mit der immer wieder dargebrachten Aussage, dass ein Mensch, bei dem der Hirntod diagnostiziert wurde, sowieso höchstens noch ein paar Tage „lebt“? Das war nicht der einzige Fall, wie man unschwer im Internet herausfinden kann, in dem ein Mensch mit Hirnversagen – das ist der passendere Ausdruck – noch viele Wochen bis Monate, ja sogar bis zu 14 Jahre gelebt hat.

Erläutert wird auch die Frage, wer denn die Menschen über Organspende wirklich aufklären kann – auch darüber, dass der Hirntod nicht den Tod bedeutet, das Herz noch schlägt und der Patient bis zum Ende des Procederes beatmet wird.

Hier können Sie alles selbst hören:

Quelle: http://www.podcast.de/episode/2402912/Hirntod-Debatte_1%3A_Wann_ist_das_Leben_zu_Ende%3F

8. November 2011

Organentnahme kann nur an Lebenden erfolgen!

von kinesiana

Weil Organspender nicht tot sind, wenn ihnen die Organe entnommen werden, sollten die Ärzte die potenziellen Spender nicht für tot erklären, sondern ehrlicherweise von sterbenden oder schwer verletzten Patienten sprechen. Das sagten Stimmen auf einer Bioethik-Konferenz im Oktober 2011 in den USA.

Um mehr Organe zu erhalten seien rein ideologische Definitionen des Todes entwickelt worden. Der Tote ist kein Toter im bekannten landläufigen Sinn, sondern vielmehr technisch noch am Leben. Die drei Mediziner Neil Lazar, Maxwell J. Smith und David Rodriguez-Arias befürworten eine Organentnahme am noch lebenden Menschen, für den die Gewissheit bestehen soll, nicht mehr zu leiden und dafür während der Organentnahme eine Narkose zu erhalten. Hiermit wird auch offiziell bestätigt, dass es kein eindeutiges Kriterium für den Eintritt des Todes gebe. Diese Argumentation hätte auch zur Folge, dass auf dem Spenderausweis ehrlicherweise nicht mehr von der Spende nach dem Tod, sondern von der Spende am noch lebenden Menschen die Rede sei – sofern eine Einverständnis vorliegt.

Diese offen dargelegte Wahrheit überrascht auch Prof. Dr. Paul Byrne nicht, da es schon längst bekannt ist, dass einer Leiche keine gesunden Organe entnommen werden können. Die Kriterien für den Todeseintritt wurden seien seit den 1970er Jahren mehrfach geändert worden und erst nach 1980 begann man vom Hirntod zu sprechen.

Nun wird also offen bekanntgegeben, dass die Leichenspende-Formulierung irreführend ist. Das ist auch allen an der Organspende Beteiligten Personen schon lange klar. Bekommen die Spender während der Entnahme nur Muskelrelaxantien, damit sie sich nicht bewegen, aber keine Betäubung, steigen häufig der Blutdruck und die Herzfrequenz deutlich an – laut Byrne geschieht das nicht, wenn jemand wirklich tot ist.

Nach diesen klaren Stellungnahmen, die das Bioethik-Treffen verursacht hat, befürchten nun negative Folgen für die Bereitschaft zur Spende, wenn tatsächlich die „Leichenspende“ abgeschafft wird.

Aber: kann eine verschleierte Aufklärung wirklich der richtige Weg sein? Wenn von einer Leichenspende die Rede ist, dann denkt zunächst jeder Bürger, dass der Tod gemeint ist, den er kennt. Dass dies umstritten ist und der Körper noch lebt, während nur das Gehirn versagt, war ihm nach bisheriger „Aufklärung“ nicht bekannt…

Quelle: http://www.lifesitenews.com/news/shock-requiring-death-before-organ-donation-is-unnecessary-say-experts/

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7. November 2011

Erinnerungen ohne Gehirnfunktion??

von kinesiana

Wie kann es sein, dass Forscher immer wieder erstaunt feststellen, dass Menschen, bei denen keinerlei Gehirnaktivität mehr nachweisbar im Nachhhinein medizinische Details aus dem Behandlungsraum schildern, die sie unmöglich wahrgenommen haben können?

Es wurden 63 Schlaganfallpatienten, die – wie im Artikel beschrieben – ihren eigenen Hirntod überlebt haben, befragt. Der Neuropsychiater Peter Fenwick, Londoner Institut für Psychiatrie, sowie der Mediziner Sam Parnia, Universitäts-Klinik Southhampton, untersuchten die Patienten und konnten dabei mit ihren Messgeräten keinerlei Hirnaktivität mehr feststellen.

Hier weiterlesen: http://www.pm-magazin.de/a/mysterium-nahtod