Akt der Nächstenliebe?

von kinesiana

In diesem Artikel wird die Frage aufgeworfen, ob es sich tatsächlich um einen Akt der Nächstenliebe und großherziger Solidarität handelt, seine Organe nach dem Tod zu spenden.

Genau an diesem Punkt beginnt das Dilemma, denn Marcus Knaup erklärt detailliert, dass ein Mensch, bei dem die Diagnose Hirntod gestellt wird, deswegen nicht gänzlich tot ist, sondern dass noch 97% von ihm leben.

Die technischen Fortschritte des 20. Jahrhunderts führten dazu, dass ein Mensch lediglich durch Geräte beatmet und am Leben gehalten wird, sein Organismus dies aus eigener Kraft jedoch nicht mehr aufrecht erhalten könnte. Das „Coma depassé“ wurde zu einem Begriff für Patienten, deren Gehirn die Funktion bei erhaltenen Lebensfunktionen eingestellt hat. Bis 1968 wurde nicht in Frage gestellt, dass es sich um Patienten, also um Lebende handelt.

In diesem Jahr trafen sich dann Mediziner, Theologen, Juristen und Ethiker und es wurde beschlossen, dass der komatöse Zustand nun als tot bezeichnet wurde. Das Leben wurde definiert – und reduziert –  über den Funktionszustand des Gehirns. Die festgelegte Definition beschloss, dass ein Patient, dessen Gehirn nicht mehr funktionierte, der keine Reflexe und keine Spontanatmung mehr zeige, tot sei.

Dies hatte einerseits zur Folge, dass nicht weiter therapiert wurde, war die Diagnose Hirntod einmal gestellt, andererseits waren hiermit der Transplantationsmedizin Tür und tor geöffnet, da der ehemalige Patient hiermit zur Leiche umdefiniert wurde, der man auch auf rechtlich sicherem Boden Organe entnehmen durfte.

mehr hierzu im Original:

 

 

 

KATH.NET – Katholischer Nachrichtendienst.

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