Krankenkassen sollen einbezogen werden

von kinesiana

Nun ist es also so weit – die gesetzlichen Krankenkassen sollen laut Gesundheitsminister Daniel Bahr verpflichtet werden, Ihre Versicherten bezüglich Organspende zu befragen, damit jeder Bürger Stellung bezieht, ob er Organe spenden möchte oder nicht. Positiv zu werten ist hierbei, dass eine Aufklärung stattfinden und qualifizierte Ansprechpartner genannt werden sollen.

Die Frage, die sich stellt ist jedoch, wieweit die Aufklärung wirklich geht – wissen die potenziellen Spender nach dieser Aufklärung, dass die Hirntoddiagnose umstritten ist und Risiken birgt? Wer sind die qualifizierten Ansprechpartner?
Ist wirklich jedem Menschen nach der „Aufklärung“ bekannt, dass beim Hirntod die restlichen Körperfunktionen noch erhalten sind, der Sterbeprozess zwar (wenn keine Fehldiagnose vorliegt) eingeleitet, aber keinesfalls abgeschlossen ist? Wissen sie, dass ein würdiges Verabschieden vom Sterbenden nur stattfinden kann bis zu dem Moment in dem seine Organe benötigt werden und er dann schnellstmöglich – noch beatmet, mit schlagendem Herzen und meist lebendig aussehend – in den OP zur Entnahme geschoben wird?

Meiner Meinung nach ist es angemessen – und fair! – wenn die Aufklärung tatsächlich stattfindet wie bei jedem banalen medizinischen Eingriff. Es muss über alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt werden! Fehldiagnosen, die zwar abgestritten werden, aber dennoch schon stattgefunden haben, dürfen nicht als mögliches Risiko verschwiegen werden.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass fehlende Reflexe nicht zwangsläufig den Hirntod bedeuten müssen, sondern physiologische Reaktionen zumindest in Betracht gezogen werden sollten. Nähere Infos siehe: www.diagnose-hirntod.de.

Aufklärung – JA BITTE! – aber vollständig!

Advertisements

One Comment to “Krankenkassen sollen einbezogen werden”

  1. Den Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft hat die Bundesärztekammer (BÄK) nach § 16 TPG in Richtlinien festzulegen, so auch die Regeln zur Feststellung des Todes. Der Wissenschaftliche Beirat der BÄK hat Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes verabschiedet und diese zuletzt 1998 fortgeschrieben (Deutsches Ärzteblatt, Heft 30, 24. Juli 1998 A-1861ff.). Die Richtlinien sind verpflichtende Entscheidungsgrundlagen für die Ärztinnen
    und Ärzte, die die unteilbare Verantwortung für die Feststellung des Hirntodes tragen.
    (so das Bundesministerium für Gesundheit am 27. Sept. 2011)

    13 Jahre weltweite Forschung liegen hinter uns !!!
    Wäre schön wenn mal jemand von der Bundesärztekammer dazu Stellung nimmt, denn hier geht es um Leben und Tod.
    Professoren, Ärzte und viele andere Menschen ohne Titel, die auf dieser Seite zitiert werden zeigen auf, dass sich eine Menge getan hat und die Hirntoddiagnose anzuweifeln ist. Abgesehen davon, dass es mit Organen aus dem 3D-Drucker bereits eine Alternative zur Organspende gibt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: